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Eine Million Gehalt im Investmentbanking
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Gehälter

"Im Investmentbanking kann das Gehalt auch die Million überschreiten"

Interview: Anne Koschik
Tendenziell zahlen Banken mehr – und im Investmentbanking trotz aller Unkenrufe immer noch am meisten. Allerdings wurden die Boni stark zurückgefahren. Insgesamt werden Gehälter aus der "alten Welt" – also wie in Zeiten vor der Finanzkrise – nicht mehr in der gewohnten Höhe bezahlt. Gefragt für das Finanzwesen sind Wirtschaftswissenschaftler, Mathematiker und Informatiker. Neuerdings haben auch Juristen gute Chancen.
Welche Einstiegsgehälter im Bereich Banking & Finance sind heute realistisch?

Im Durchschnitt liegt das Einstiegsgehalt bei 49.000 Euro im Jahr. Allerdings gibt es eine beträchtliche Streuung. Das Gehalt ist auch maßgeblich abhängig von der Fachrichtung und dem Grad des Abschlusses.

Das Thema "Finanzkrise" ist längst überstrapaziert, dennoch: Schlägt sie sich noch auf die Einstiegsgehälter nieder?
Dr. Martin von Hören, Vergütungsexperte bei Kienbaum Management ConsultantsFoto: Kienbaum
Bei Einstiegsgehältern hat die Finanzkrise ohnehin keine großen Einschnitte gebracht. Wir erleben sogar eine Steigerung, die bei der sehr niedrigen Inflationsrate aber naturgemäß nicht so hoch ausfällt. Die Tendenz nach oben ist jedoch gegeben.

Mit welchen Qualifikationen hat man die besten Chancen auf einen guten Einstieg bzw. Karrieremöglichkeiten im Bereich Banking & Finance?

Seit einiger Zeit ist es auffällig, dass Juristen besonders gut im Rennen liegen. Sie werden für alle Rechtsentscheidungen gebraucht, natürlich in den Rechtsabteilungen, aber auch in den Personalabteilungen und zum Teil auch im operativen Bereich der Kreditinstitute. Etwa gleich groß ist dann die Chance für die große Masse der Wirtschaftswissenschaftler einerseits und der Informatiker bzw. Mathematiker andererseits.
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Betrachten wir einmal das Investment-Banking: Sind hier Spitzenverdienste wieder problemlos möglich?

Hier gibt es nach wie vor sehr hohe Einkommen. Bei großen Banken kann die Vergütung auch eine Million überschreiten.

Wie steht es um die Gehaltsaufteilung in Fixum und Variable: Ist das verbreitet oder beschränkt es sich auf bestimmte Berufsfelder?

Im Investmentbanking gab es traditionell immer extrem hohe Variable. Das hat sich durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen im letzten Jahr aber geändert. Die Höhe der Variablen darf sich immer nur auf der Höhe des Fixums bewegen, so dass ein 50:50-Aufteilung im Regelfall die Obergrenze ist. Das betrifft wiederum nur die Top-Positionen – und Ausnahmen gibt es nur, wenn die Hauptversammlung dies explizit genehmigt.

Generell ist aber festzustellen, dass die Variablen zum Teil zugunsten des Fixums zurückgefahren wurden. Bei Bereichsleitern beträgt das Verhältnis Fixum/Variable in etwa 70:30 und auf operativer Führungsebene etwa 80:20 bis 90:10.

Welche Gehaltsanreize sind für Banker am attraktivsten? Welche Zusatzleistungen sind üblich, welche wären möglich/verhandelbar?

Bei Banken ist das fast immer unternehmenseinheitlich geregelt. Die Individualität von Gehaltspaketen sinkt unterhalb der Vorstandsebene enorm. Für AT-Beschäftigte besteht meist eine institutsweite Lösung, beim Einstieg ist gar keine echte Verhandlungsbasis gegeben. Es sind in der Regel Rahmen vorhanden, die nicht überschritten werden. Ausnahmen bestätigen die Regel: Die gibt es zum Beispiel bei gefragten Talenten, insbesondere für schwer zu besetzende Positionen.

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