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Eltern und Karriere

Firmen entwickeln Familiensinn

Dana Heide
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewinnt für viele Beschäftigte stark an Bedeutung. Bei den Arbeitgebern setzt nun ein Umdenken ein.

Foto: Kzenon/Fotolia

Mentorung und Coaching

Burnout-Kandidaten sind bei der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) fehl am Platz. Das Unternehmen wirbt explizit für Teilzeitarbeit in Führungsfunktionen. Die SBK räumt nicht nur mit dem Bild des arbeitswütigen Managers auf, sondern hat sich auch der Förderung von Frauen verschrieben.

Ein Mentoring-Programm und Coaching-Seminare machen weibliche Mitarbeiter für Führungspositionen fit, Familienwochen stellen den Ausgleich zwischen Beruf und Privatleben in den Fokus.

Die besten Jobs von allen


Den Erfolg belegt die Statistik: Im oberen Management ist der Frauenanteil auf 20 Prozent gestiegen. Für ihr Engagement hat die SBK den Sonderpreis "Chancengleichheit der Geschlechter" beim Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber" erhalten.

Frauenquote als Strategie

Eine hohe Frauenquote ist für erfolgreiche Firmen kein Selbstzweck, sondern Strategie. Einer Umfrage der Boston Consulting Group unter 444 Personalmanagern zufolge zielen die wichtigsten Maßnahmen zur Frauenförderung auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

41 Prozent der Firmen bieten flexible Arbeitszeitmodelle an, 35 Prozent unterstützen Elternzeit. Frauenförderung heißt hier Familienorientierung: Auch Männer, die sich um die Familie kümmern wollen, profitieren von solchen Angeboten.


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