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Das Home-Office ist umstritten bei Arbeitgebern
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Home-Office unter der Lupe

Faulenzer, vergesst es!

Kerstin Dämon, wiwo.de
Home-Office macht nicht nur flexibel, es hilft auch Familien, Job und Kinder besser zu vereinbaren. Wer in den Genuss kommt, muss aber ein paar Dinge bedenken. Sonst wird die Heimarbeit zum Problem.
Die Arbeit einfach mit nach Hause nehmen: Home-Office bietet für Arbeitnehmer und Arbeitgeber diverse Vorteile. So zeigt eine Studie des Familienministeriums, dass Eltern, die nicht den ganzen Tag im Büro sitzen müssen, Job und Familie besser unter einen Hut bekommen.

Ein aktueller Arbeitsmarktreport zeigt, dass Mitarbeiter deutlich produktiver sind, wenn sie flexibel arbeiten können. Und da Heimarbeiter im Schnitt pro Woche 4,4 Stunden Zeit sparen, die sie nicht auf der Autobahn, im Bus oder einem Zug zubringen, tun sie damit sogar noch der Umwelt und dem eigenen Nervenkostüm etwas Gutes.

Trotzdem arbeiten nur elf Prozent aller Beschäftigten in Deutschland im Home-Office – obwohl rund 25 Prozent es gerne würde. In Deutschland bieten bislang eher große Unternehmen diese Möglichkeit, kleine halten sich stärker zurück. Wer weniger als 50 Mitarbeiter hat, will die offenbar auch sehen. Das geht aus Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor.

Warum Unternehmen ihre Mitarbeiter ungern zuhause arbeiten lassen

Fragt man bei den Unternehmen nach, warum sie kein Home-Office anbieten, hört man drei Hauptgründe:

1. Betriebsbedingt: 88 Prozent der befragten Firmen sagen, dass die permanente Anwesenheit zwingend erforderlich ist, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

2.Traditionell: Zwei Drittel wollen, dass ihre Angestellten während der Arbeitszeit jederzeit für sie ansprechbar sind, rund 60 Prozent fürchten Faulenzertum, wenn sie nicht mit der Peitsche hinter den Angestellten stehen.

3. Fürsorglich: gut die Hälfte der Arbeitgeber fürchtet, dass sich die Angestellten überarbeiten, wenn es keine räumliche Trennung zwischen Job und Privatem mehr gibt.

Dabei lässt sich den Punkten zwei und drei wirkungsvoll entgegensteuern, wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber an ein paar Spielregeln halten.


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