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EU fördert Frauenquote
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Gleichstellungspolitik

EU-Parlament macht Weg frei für die Quote

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Das Europäische Parlament gibt grünes Licht für eine europaweite Frauenquote in Aufsichtsräten. Kleine Unternehmen sind ausgenommen, doch der Druck, Frauen auf Chefposten zu befördern, steigt auch für sie.
Unternehmen in der Europäischen Union müssen mit neuen Regeln für Ihre Personalentscheidungen rechnen. Frauenquoten, über die in Deutschland noch kontrovers diskutiert wird, dürften damit auf dem Weg über Brüssel auch in Deutschland bald obligatorisch werden.

Das Europäische Parlament hat dem Vorschlag der Kommission zugestimmt, ein EU-Gesetz gegen das "unausgewogene Verhältnis von Frauen und Männern" in den Führungsgremien der Unternehmen auszuarbeiten. Der Vorschlag der Kommission muss noch von den EU-Mitgliedstaaten im Rat mit qualifizierter Mehrheit verabschiedet werden.

Die Abstimmung fällt mit dem neuen Bericht der Europäischen Kommission über Frauen in Entscheidungspositionen zusammen, der auch aktuelle Zahlen über Frauen in den Leitungsorganen der größten börsennotierten Unternehmen in der EU enthält.

Erste Erfolge

Diese Zahlen stammen von April 2013 und zeigen, dass der Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen von 15,8 Prozent (Oktober 2012) auf 16,6 Prozent gestiegen ist. Danach sind 17,6 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen (gegenüber 16,7 Prozent im Oktober 2012). Der Frauenanteil in Führungspositionen der obersten Ebene, also im Vorstand, liegt bei 11 Prozent (vorher 10,2 Prozent).

Kommissionsvizepräsidentin Viviane Reding, eine treibende Kraft hinter dem geplanten Gesetz, will dessen Wirkung schon im Vorhinein erkennen: "Der Druck von gesetzgeberischer Seite wirkt. In der gläsernen Decke zeigen sich die ersten Risse. Immer mehr Unternehmen reißen sich geradezu um hochqualifizierte und talentierte Frauen."

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