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Dauerstress

Erholungsinseln im Berufsalltag

Teil 3: Abschalten – Bevor Erreichbarkeit süchtig macht427459_R_by_A.-Reinkober_pixelio
Bild: A. Reinkober / PIXELIO 

Es scheint unglaublich schwerzufallen: Nur die Hälfte der Arbeitnehmer ruft im Urlaub nicht ihre beruflichen E-Mails ab und lediglich zwei Drittel führen keine dienstlichen Telefongespräche – so die kürzlich veröffentlichten Umfrageergebnisse des Softwareanbieters Symantec und des Personaldienstleisters Randstad.

Das sagt der Gesetzgeber:
Jedem Arbeitnehmer stehen zwölf zusammenhängende Urlaubstage zu, an denen er nicht erreichbar sein muss. Urlaub dient der Erholung: Während der Ferien müssen Arbeitnehmer also weder per Handy noch per Blackberry für ihren/seinen Chef erreichbar sein. Da können diese Geräte ausgeschaltet bleiben, ohne dass Sanktionen drohen.

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Wer ein Diensthandy oder einen Blackberry von seinem Arbeitgeber bekommt, muss während der regulären Arbeitszeit erreichbar sein. Denn es ist das Recht des Chefs, Aufgaben darüber zu verteilen oder zu erfahren, wo sich ein Mitarbeiter befindet. Das Beantworten von Anrufen und Nachrichten auf dem Diensthandy am Wochenende setzt eine Vereinbarung über Rufbereitschaft voraus.

Führungskräfte haben laut Arbeitsschutzgesetz eine gesundheitliche Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter. Erholungsphasen zu stören, stellt insofern für beanspruchte Mitarbeiter ein Gesundheitsrisiko dar.

Klären Sie für sich:
  • Kann ich selbst bestimmen, ob und wann mich die technischen Helferlein entlasten? Ist es für mich z. B. ein Vorteil, Fahrzeiten einzusparen, weil ich zu Hause arbeiten kann? Ist es wirklich hilfreich, dass ich auch zu Hause ein notwendiges Dienstgespräch führe?

Oder:
  • Steckt in den Kommunikationsmittel auch die Gefahr der ständigen Unterbrechung meines Arbeitsflusses oder die Verleitung zu überflüssigen Tätigkeiten?
  • Verschafft mir die ständige Erreichbarkeit das fragwürdige Gefühl des Unverzichtbar-Seins?

Bereiten Sie das Ausschalten klug vor:
  • Bauen Sie ritualisierte Auszeiten in Ihren Alltag und freuen Sie sich z. B. ganz offensichtlich auf Ihren verdienten Urlaub!
  • Kündigen Sie allen wichtigen Kontakten Ihre Abwesenheit an und richten Sie Abwesenheitsnachrichten auf der dienstlichen Mailbox und dem E-Mail-Postfach ein.
  • Benennen Sie einen Ansprechpartner für dringende Anfragen; Führungskräfte können als Personalentwicklungsmaßnahme Mitarbeiter als Vertreter und somit kompetente Ansprechpartner aufbauen.
  • Listen Sie vor Ihrer Abwesenheit offene Arbeitspakete auf und planen Sie wie und wann diese nach dem Urlaub bearbeitet werden.

 

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