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Humor im Job
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Berufsleben

Erfolgreicher mit Humor

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Tabea Scheel erforscht Humor und seine Wirkung in Schulen und am Arbeitsplatz. Ein Gespür für Witz kann der Kreativität auf die Sprünge helfen. Aber schwarzer Humor kann auch blockieren und depressiv machen.
Der Mensch ist das Tier, das lachen kann und lachen lässt. Humor, also die Fähigkeit, andere Menschen – und sich selbst zum Lachen – zu bringen, ist von daher ein ganz und gar nicht lächerliches Thema der Psychologie. Humor kann je nach seinem Stil sehr positive Wirkungen für die Gesundheit und Kommunikation haben, wie die Psychologin Tabea Scheel in einem Interview des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen berichtet.

Scheel unterscheidet zunächst positiven Humor – Scherz, Witz, Satire, Selbstironie –  vom negativen, also Sarkasmus, Zynismus, Spott und Hohn. Dass positiver Humor auf die Gesundheit und die Kommunikation positiven Einfluss hat, ist wissenschaftlich belegt. Auch für die Verbesserung der Beziehung zwischen Psychotherapeuten und Patienten und damit für den Erfolg der Therapie kann Humor genutzt werden.

Fehler belächeln

Ein Projekt mit Lehrern und Schülern der 8. bis 10. Klassenstufe zeigt, so Scheel, dass positiver Humor das Reden über Fehler erleichterte – aus denen man nur so auch lernen kann. Und dass dies mit besserem Schlaf, mehr Elan und Kreativität der Schüler einher ging.

Scheel überträgt die Erkenntnisse auch auf die Arbeitswelt: "Wenn in einem Unternehmensbereich ein positiver sozialer Humor vorherrscht, die Fähigkeit besteht, über Dinge zu lachen, auch wenn sie misslungen sind, und darüber zu reden sowie nach besseren Lösungen zu suchen, dann gehen Menschen im Interesse des Unternehmens auch mal ein Risiko ein statt eine Kultur des Absicherns zu pflegen."

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