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Steuerprüfung

Erfolgreich den Aufstand proben

Daniel Schönwitz, wiwo.de
Kleine und junge Unternehmen sollen oft horrende Summen ans Finanzamt nachzahlen. Doch vor Gericht stellt sich immer wieder heraus, dass Finanzbeamte mit fragwürdigen Annahmen und umstrittenen Berechnungsmethoden arbeiten. Wie Sie sich gegen die Willkür des Finanzamts schützen können.

Foto: Robert Kneschke/Fotolia

Von Wunsch... 

Currywurst, Pommes mit Ketchup und Schnitzel Hawaii: Lange hatte Gerhard Kaltscheuer von einem eigenen Imbiss geträumt. Direkt nach der Wende ging sein Traum dann endlich in Erfüllung.

Zusammen mit seiner Lebensgefährtin eröffnete er in dem Örtchen Hammerbrücke in der Nähe von Chemnitz die "Futterstube": rustikale Einrichtung, rustikale Karte, rustikale Gäste – meist Bauarbeiter oder Handwerker, die nach Aussage von Kaltscheuer meist ordentlich Kohldampf hatten.

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"Im Schnitt 200 Gramm" brächten seine Schnitzel auf die Waage, so der Wirt; mit Panade, Ananas oder Käsescheiben könnten es auch schon mal 230 Gramm sein. 

...und Wirklichkeit

Eine unwichtige Kleinigkeit? Mitnichten. Denn genau wegen dieses Unterschieds hat Kaltscheuer nun Ärger mit dem Finanzamt: 38.000 Euro Steuern soll er nachzahlen.

Der Vorwurf: Der Imbissbudenbesitzer habe etliche Schnitzel schwarz verkauft und das Geld am Finanzamt vorbei kassiert.


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