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Stricken gegen Stress
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Stricken gegen Stress

Entspannung leicht gestrickt

von Olga Fachinger, wiwo.de
Frauen, die in der Freizeit Handarbeiten verrichten, fühlen sich jünger und seelisch ausgeglichener, wie eine Studie zeigt.
Frauen, die in ihrer Freizeit nähen, weben oder stricken, fühlen dadurch erfrischter und energiegeladener. Die Handarbeit habe einen Verjüngungseffekt, zeigt eine Umfrage unter Frauen.

Zu solchen Ergebnissen kommt Ann Futterman Collier in ihrer Studie "Rejuvenation in the 'Making': Lingering Mood Repair in Textile Handcrafters", deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Psychology of Aesthetics, Creativity, and the Arts publiziert wurden. Sie befragte 435 Frauen, die für sich als Hobby Oberflächengestaltung, Quilten, Weben, Textilfasern spinnen oder färben und andere kreative Handarbeiten ausgewählt haben.

Erholte Macherinnen

Die Teilnehmerinnen der Studie wurden auch nach einer ihrer Tätigkeiten gefragt, mit der sie sich am meisten identifizieren können. Da konnten die Frauen neben Handwerk alles Mögliche nennen. So hat die Forscherin die Frauen in zwei Kategorien aufgeteilt: Macherinnen (69 Prozent) und Nicht-Macherinnen (31 Prozent), die als liebste Tätigkeit etwas nicht kreatives nannten (z.B. mit der Familie zusammen sein, Lesen, Sport oder im Garten arbeiten). Gerade die Macherinnen, also die Hobby-Handwerkerinnern, behaupteten zum großen Teil, dass sie sich selbst durch kreative Handarbeit zum Ausdruck bringen und ihre Werte realisieren können.

Diese Frauen behaupteten, sich nach ihrer Lieblingsbeschäftigung besser, frischer, erholter und zufriedener zu fühlen. Sie seien auch länger munter und bereit für andere Aktivitäten. Die Autorinnen weisen darauf hin, dass kreativer handwerklicher Beschäftigung allgemein ein befreiendes und stärkendes Potenzial innewohnt. Dieses sollte zur Stressbewältigung, im Coaching oder bei der Arbeitsgestaltung häufiger genutzt werden.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 08.03.2015

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