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Führungsstil

Entscheider suchen den Sinn

Tina Groll, zeit.de
In einer vernetzten Welt fürchten Manager, die Kontrolle zu verlieren. Denn immer schneller müssen sie weitreichende Entscheidungen treffen, ohne über die Folgen hinlänglich nachdenken zu können. Nur ein neuer Führungsstil könne dem gerecht werden, hat eine neue Studie herausgefunden.

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Überforderung durch Zeitmangel

Führungskräfte in Deutschland fühlen sich überfordert. In einer immer komplexer werdenden, vernetzten Welt müssen sie immer schneller Entscheidungen treffen. Nicht selten haben diese globale Auswirkungen.

Doch es fehlt Zeit, gründlich über alle Folgen nachzudenken. Gefangen in einer Entscheidungsspirale leiden viele Spitzenführungskräfte unter dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

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Gleichzeitig wünschen sie sich mehr Kooperation über Branchengrenzen hinweg. Das stellt die Studie Jeder für sich und keiner fürs Ganze? fest, die das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, die Stiftung Neue Verantwortung und die Unternehmensberatung Egon Zehnder International gemeinsam erstellt haben.

Kein Vertrauen in eigene Fähigkeiten

Die Forscher befragten insgesamt 30 Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Vertreter aus NGOs, Kirche, Gewerkschaften und dem Militär in anderthalbstündigen Leitfadeninterviews, darunter Minister, Verfassungsrichter, Vorstandsmitglieder führender deutscher Unternehmen und Präsidenten von Forschungseinrichtungen.
 
Die Antworten der Befragten zeichnen ein eher düsteres Bild vom Selbstvertrauen der Führungskräfte – sie scheinen verängstigt zu sein, sehen sich kaum in der Lage, vollumfänglich Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen und fragen nach der Sinnhaftigkeit ihres Handelns.


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