Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Allumfassendes Intranet

Ein "Facebook" fürs Büro

Tina Groll, zeit.de
Statische Website ade: Unternehmen setzen bei der Weiterentwicklung ihrer Intranets auf soziale Netzwerke. Im besten Fall entsteht mehr als ein Facebook fürs Büro.
Büro_Illu_420
Illustration: Stefan Bayer/Pixelio

Unternehmen haben Nachholbedarf

Statisch, unübersichtlich, inaktuell. So sieht in vielen Unternehmen das Intranet aus. Oft ist nicht einmal der Kantinenspeiseplan auf dem aktuellen Stand, von den Kontaktdaten der Mitarbeiter ganz zu schweigen. Kein Wunder, dass Mitarbeiter das firmeneigene Intranet in ihrem Büroalltag nur selten verwenden.

"Viele Unternehmen wissen nicht, wie sie das Intranet nutzen könnten", sagt der Blogger und Wirtschaftsinformatiker Stephan Schillerwein. Er beschäftigt sich seit Jahren mit der Programmierung und Entwicklung von internen Firmenwebseiten und schreibt darüber in seinem Blog Intranet Matters. Das Intranet, sagt Schillerwein, wird sich künftig zum digitalen Arbeitsplatz entwickeln – einer unternehmensinternen, interaktiven Oberfläche, auf der die Mitarbeiter miteinander vernetzt sind und alles das finden, was sie zum Arbeiten in ihrem Unternehmen benötigen.

Die besten Jobs von allen


Diesen Trend bestätigt auch der Global Intranet Trend Report. Für die Studie werden jedes Jahr mehrere Hundert Unternehmen aus Europa, den USA und Asien befragt. "Die neuen Technologien verändern die Arbeitswelt grundlegend", ist Schillerwein überzeugt. "Im Prinzip lassen sich alle Systeme, Programme und firmenspezifischen Informationen bündeln. Das ermöglicht eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern einer Firma."

Wissen mit Kollegen teilen

Das Intranet der Zukunft ist gleichzeitig auch soziales Netzwerk: Jeder ist mit einem Profil vertreten, aus dem Interessen und Kompetenzen hervorgehen. Die Mitarbeiter können eigene Inhalte einstellen und ihr Wissen mit den Kollegen teilen. So wird das Expertenwissen innerhalb eines Unternehmens transparent und nutzbar.

Mit wenigen Klicks lässt sich das Intranet durchforsten und mitunter ein teures externes Consulting sparen, weil der Experte im eigenen Haus sitzt. Die Plattform Yammer macht es Unternehmen bereits möglich, ein Intranet anzulegen. Allerdings ist Yammer ein externes soziales Netzwerk, eher eine Art Facebook fürs Büro, statt Teil des Unternehmens.


Fair Company | Initiative

 

Themen im Überblick