Speed Reading heißt eine spezielle Lesetechnik, mit der sich mittelschwere Fachliteratur schneller lesen und dennoch gut verstehen lässt. Ein Selbsterfahrungsbericht.
Foto: Gisela Peter/Pixelio
Die Möglichkeiten
Zahlreiche Anbieter
Hin und wieder wünscht man sich als Journalist, schneller lesen zu können. Wenn man zum Beispiel nur wenige Stunden Zeit hat, eine mehrere hundert Seiten lange Studie zu lesen und darüber einen Artikel zu schreiben. Schneller lesen können ist aber auch in vielen anderen Berufen hilfreich. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Schnell-Lese-Seminaren in den vergangenen Jahren gestiegen ist.
Zahlreiche Anbieter tummeln sich auf dem Weiterbildungsmarkt. Sie werben mit Name wie "Turbolesen", "Power Reading", "Scan Reading" oder "Alpha Reading" um Kunden. Sogar eine Deutsche Gesellschaft für Schnell-Lesen (DGfSL) gibt es, und natürlich Schnell-Lese-Wettbewerbe.
Den Weltrekord hält der Amerikaner Sean Adam mit 3.850 Wörtern pro Minute – bei vollem Verständnis. Die Normalgeschwindigkeit liegt zwischen 100 und gut 400 Wörtern pro Minute, abhängig von der Lesekompetenz und der Komplexität des Textes.
Hohes Tempo nur für mittelschwere Texte
Die Anbieter versprechen, mit etwas Training könne man sich auf 600 bis 1.000 Wörter pro Minute steigern. Allerdings – darauf weisen wenigstens die seriösen Trainer hin – eigne sich das hohe Tempo überwiegend für leichte bis mittelschwere Sach- und Fachtexte.
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