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Sinnfrage
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Soziales Engagement

Die Sinnfrage

Teil 3: Soziale Dienste im Ausland

Schwerpunkte sind naturwissenschaftliche Bildung, Gesundheit und Soziales. Die Palette der Ideen reicht von der Vorlese-Oma in einer Grundschule am Firmensitz in Leverkusen über Forscher, die Experimentierkästen kaufen und damit vielleicht im indischen Hyderabad Teenagern Chemie nahebringen, bis hin zur Suppenküche für Obdachlose im brasilianischen São Paulo.

Insgesamt stellt der Konzern 750 000 Euro zur Verfügung. Damit die rund 110 000 Mitarbeiter weltweit davon erfahren, veröffentlicht Bayer den Aufruf zur Teilnahme im Intranet und in der Mitarbeiterzeitschrift. Dirk Frenzel, Leiter Gesellschaftspolitik und Umwelt, sagt: "Außerdem haben wir eine Bewerber-Hotline geschaltet und eine Matching Datenbank eingerichtet, damit sich Kollegen zu gemeinsamen Projekten zusammenfinden können."

"Social Sabbaticals"

Internationale Zusammenarbeit der Kollegen in Sachen soziales Engagement ist auch das Ziel sogenannter "Social Sabbaticals", wie sie länger schon etwa von IBM, neuerdings auch von SAP, angeboten werden. Die Herangehensweise jedoch ist eine komplett andere als die Mitmach-Varianten für jedermann.

Das SAP-Programm richtet sich nur an Führungskräfte. Bis zu zehn von ihnen reisen für je vier Wochen auf Kosten des Arbeitgebers und bei vollem Gehalt in Schwellenländer wie Indien oder Südafrika, um dort Verbände, Behörden oder Bildungseinrichtungen bei der Lösung akuter Probleme zu unterstützen.

Sozial recyceln

Die ersten IT-Berater, Juristen und Marketingexperten aus fünf Ländern, darunter Kommunikationsleiter Evan Welsh, waren kürzlich in Brasilien. In Belo Horizonte, der drittgrößten brasilianischen Metropole, halfen Evans und eine Kollegin aus der Ukraine und ein kanadischer Kollege Müllsortierern dabei, ihre Organisation Asmare bei Abnehmern recycelbarer Wertstoffe bekanntzumachen.

Das Durchwühlen der Abfälle nach Wiederverwertbarem ist für die Bewohner der Slums oft die einzige Möglichkeit, sich über Wasser zu halten. Schon Kinder werden zu "Catadores", wie die Brasilianer die Müllverwerter nennen. Vom sozialen Aufstieg manches früheren Asmare Catadors war Welsh besonders beeindruckt. Und obwohl das Manager-Trio eine Kommunikationsstrategie inklusive Web Konzept für die Organisation entwarf, weiß Manager Welsh: "Es bleibt noch sehr viel für uns zu tun."
Dieser Artikel ist erschienen am 05.02.2013

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