Teil 2: Soziales Engagement und ZufriedenheitWie wichtig das Thema "soziales Engagement" für die Belegschaft insgesamt ist, zeigt eine Mitarbeiterbefragung der Allianz in den USA und Österreich. Ihr Ergebnis überraschte die Personalmanager in der Münchener Zentrale. "Dass der Arbeitgeber es ermöglicht, an sozialen Projekten teilzunehmen, wurde in diesen beiden Ländern höher eingestuft als Weiterbildungsangebote", sagt Astrid Kaltenegger.
Zwar bleibt ein als fair empfundenes Gehalt das Hauptargument für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz, "aber Mitarbeiter stellen immer öfter die Sinnfrage". Daher sollen Mitmachprogramme für Gesellschaft und Umwelt auch dazu dienen, Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber zu binden. "
Freiwilliges Ehrenamt
Viele Beschäftigte haben kaum Zeit, sich neben dem Job und der Familie in Eigenregie stark zu engagieren. Da finden sie es toll, wenn der Arbeitgeber etwas vorbereitet", sagt Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung an der Fachhochschule in Ludwigshafen. Die Professorin erforscht, wie sich Belegschaften von ihrer Leistungsbereitschaft und ihren Erwartungen an Arbeitgeber im Laufe der Zeit wandeln.
So kommt es, dass Angebote für Freiwilligen-Einsätze bei großen Arbeitgebern zunehmen – und international abgestimmt werden. Der Chemiekonzern Bayer nimmt zum Beispiel sein 150-jähriges Firmenjubiläum in diesem Jahr zum Anlass, um ehrenamtliches Engagement erstmals weltweit finanziell zu unterstützen.
Egal ob Mitarbeiter, Pensionär oder Bürger aus den Einzugsgebieten der 153 Werke, in drei Runden können sie sich bewerben. Die besten 150 Ideen werden bezuschusst – mit maximal je 5000 Euro.
Mehr als 1500 Unternehmen machen schon mit bei Fair Company, der Initiative für faire Einstiegsbedingungen. Und es kommen regelmäßig neue Unternehmen dazu.
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