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Fachkräfte-Nachwuchs

Die Probleme der Generation Digital

Michael Brächer
Sie fühlen sich im Internet zuhause – und in vielen deutschen Unternehmen fremd. Die Generation Y hat ihren Chefs und Kollegen in puncto Internet viel voraus. Das führt zu Konflikten.

Foto: Gerd Altmann /Pixelio

Mit gesperrten Websites fängt es an

Wer zeigen möchte, dass er die Commerzbank mag, braucht beim Internet-Netzwerk Facebook nur auf den „Like“-Button zu drücken. Es sei denn, er ist bei der Bank selbst beschäftigt. Denn vielen Mitarbeitern sperrt die Commerzbank den Zugang zu dem sozialen Netzwerk. Schließlich würden die Seiten vornehmlich zu privaten Zwecken genutzt. „Soziale Netzwerke mit Bezug zu geschäftlichen Aktivitäten, wie etwa Xing oder Linkedin, sind dagegen frei zugänglich“, sagt eine Sprecherin der Bank.

Nicht nur bei der Commerzbank treffen digitale und analoge Welt aufeinander: Porsche-Fans können zwar bei Facebook der „Porsche-Familie“ beitreten und alles über die neuen Modelle aus Zuffenhausen erfahren. Mit wenigen Mausklicks kann man den eigenen Porsche gestalten: Wunschmodell auswählen, Lackierung und Alufelgen aussuchen und fertig ist der Traumwagen, den man auf der eigenen Facebookseite seinen Freunden zeigen kann. Vorausgesetzt, die arbeiten nicht bei Porsche – denn Mitarbeiter an vielen Firmenstandorten bekommen statt der Webseite nur eine Fehlermeldung zu sehen.

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Die Begründung: Sicherheitsbedenken

In vielen deutschen Unternehmen machen Verbote und Richtlinienkataloge den Pionieren der sogenannten Generation Y, die in den 1980er und 1990 er geboren und mit Computern, Internet und Handy groß geworden sind, das Leben schwer. Bestens verdrahtet und vernetzt können sie die digitale Welt aus der realen nicht mehr wegdenken. Schon gar nicht aus der Arbeitswelt, in die diese Generation jetzt eintritt.

Dort aber treffen sie auf Kollegen und Chefs, die die Begeisterung fürs Digitale oft nicht teilen, denen sie in Sachen Facebook, Twitter und Co. meilenweit voraus sind. Konflikte sind vorprogrammiert.


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