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Klischee: Sekretärin

Die Lara Croft des Büros

Tina Groll, zeit.de
Abgeschlossenes Studium, mehrsprachig, businesslike: Sekretärinnen heißen heute Assistentin oder Büromanagerin und müssen auf jedem Parkett zuhause sein. Doch die alten Klischees begleiten sie. Nun fordert eine Sekretärin in einem Buch mehr Respekt ein.

Foto: cardiae/Fotolia.com

Eine halbe Million Frauen in Deutschland arbeitet als Sekretärin. Es gibt wohl kaum einen Beruf, in dem die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau so klar geregelt ist. Und es gibt kaum einen, bei dem es so viele Klischees gibt.

Dabei hat sich das Berufsbild in den vergangenen 40 Jahren erheblich gewandelt. Sekretärinnen müssen heute oft ein abgeschlossenes Studium haben und mehrere Fremdsprachen können. Sie sollen sich in Controlling, Steuerrecht, Personaladministration und PR-Arbeit genauso auskennen wie in Veranstaltungsmanagement, Marketing, Buchhaltung und Vertrieb.

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Sie sollen jung sein (oder zumindest jung aussehen), schlank dazu und auch nach einem Zwölf-Stunden-Tag adrett gekleidet. Die Businessetikette sollten sie aus dem Effeff beherrschen. Oder um es mit den Worten der Autorin Katharina Münk zu sagen: "Sie arbeiten wie Lara Croft, bleiben auf dem Papier aber Sekretärin."

Ein Anleitung für Fach- und Führungskräfte

Die ehemalige Chefsekretärin Münk fordert in ihrem neuen Buch Denn sie wissen nicht, was wir tun mehr Respekt für ihren Berufsstand. Münk hat über 20 Jahre für Dax-Unternehmen und Großbanken als Sekretärin gearbeitet.

2006 schrieb sie ein Buch darüber. Und morgen bringe ich ihn um wurde ein Bestseller. Denn sie wissen nicht, was wir tun ist ihr viertes Buch. Es soll Anleitung für Fach- und Führungskräfte sein, erfolgreich mit der Sekretärin zusammenzuarbeiten.


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