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Büro-Alltag

Die heikelsten Kollegenfallen

Liane Borghardt , wiwo.de
Affären, Neid und Intrigen gibt es im Privaten wie im Berufsleben. Für befreundete Kollegen können sie doppelten Schaden anrichten. Erste Hilfe für den Ernstfall.

Foto: Oliver Flörke/Fotolia

1. Sie sind seit drei Monaten ein Paar. Die Kollegen wissen nichts davon.

Wenn aus einer Liebelei eine Beziehung wird, lässt sich das langfristig kaum verheimlichen. Damit die Romanze nicht in einer beruflichen Bruchlandung mündet, gilt es jedoch, Beziehungs- und Arbeitsleben klar zu trennen. Zärtlichkeiten oder andere Intimitäten gehören nicht ins Büro. Selbst wenn frisch Verliebte am liebsten jede Pause zu zweit verbringen würden, sollten sie sich nicht abkapseln: Also auch weiter mit den Kollegen essen gehen – unabhängig vom Partner! Falls es doch zur Trennung kommt, gilt: Diskretion statt Schlammschlacht.

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2. Er hat seinem Kollegen Ideen geklaut und dreist als eigene verkauft.

Hier stellt sich die Frage, ob so jemand noch ein Freund werden kann. Vielleicht liegt aber auch ein Missverständnis oder Übereifer vor. So oder so sollte sich der Ideendieb sofort entschuldigen und den Ausrutscher klarstellen, und zwar am besten öffentlich. Alles andere belastet das Arbeitsklima erheblich.

3. Der Chef möchte mit dem befreundeten Kollegen über seine Ehekrise sprechen.

Psychologen sprechen in solchen Fällen von der "Überlastung einer Beziehung". Eheprobleme oder Dreieckskonstellationen, also Themen, die den Mitwisser später zu Täuschungen zwingen könnten, gehören nicht in den beruflichen Kontext. Einzig richtig: das Gespräch höflich, aber bestimmt ablehnen, wenn es zu persönlich wird. Der Chef wäre ohnehin besser beraten, sich in dem Fall einen professionellen Gesprächspartner zu suchen. Nicht nur aus Fairness dem Kollegen gegenüber – sondern vor allem im eigenen Interesse!


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