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Für die Arbeit ins Ausland gehen
Immer mehr Arbeitnehmer packen für den Traumjob den Koffer.Foto: lassedesignen/Fotolia.com
Arbeiten im Ausland

Die begehrtesten Jobmärkte der Welt

Kerstin Dämon, wiwo.de
Manche zieht es aus Abenteuerlust ins Ausland, viele gehen, weil sie müssen. Für welche Länder sich Jobsuchende besonders interessieren und wie Deutschland im Vergleich abschneidet, zeigt eine Studie.
Auf den internationalen Arbeitsmärkten herrscht ein ziemliches Gewusel: Wer in China lebt, sucht nach Jobs in den USA, die Australier wollen nach Japan, die Türken nach Großbritannien und die Deutschen nach Holland. Das Indeed Hiring Lab, ein Forschungsinstitut mit Fokus auf Human Resources und Talent Management, hat sich die globalen Präferenzen bei der Jobsuche genauer angeschaut. Die Ergebnisse haben die Forscher in der Studie "Where People search for jobs: Cross-Border Labor Mobility Report" zusammen getragen.

Was Länder attraktiv macht

Zunächst einmal hat sich herausgestellt, dass ein Drittel der Amerikaner bereit ist, für einen Job in ein anderes Land zu gehen. Global betrachtet sind 9,1 Prozent der Arbeitnehmer bereit für den internationalen Umzug. Je höher die Arbeitslosigkeit in einem Land ist, desto unattraktiver wird es für Bewerber von außen. Umgekehrt verhält es sich mit dem Bruttoinlandsprodukt: Je höher dieses pro Kopf ausfällt, desto mehr Menschen wollen in diesem Land arbeiten. Und: Je besser das Bildungsangebot vor Ort, desto weniger Menschen wollen zum Arbeiten ins Ausland gehen. Unter diesem Aspekt ist es für Deutschland ein gutes Zeichen, dass Deutschlands Studenten mehrheitlich lieber in Rosenheim anstatt in Rio arbeiten wollen. Das ist zumindest das Ergebnis der Continental-Studenten-Umfrage, die im April erschienen ist.

Englischsprachige Länder ganz weit vorne

Wenig verwunderlich ist, dass die Jobsuchenden das größte Interesse an Ländern mit der selben oder zumindest einer ähnlichen Sprache wie im Heimatland haben. So konzentrieren sich beispielsweise die Jobsuchenden aus Argentinien auf Mexico, Kolumbien, Peru oder Spanien. Und die Brasilianer haben großes Interesse an Stellen in Portugal. Betrachtet man den Aspekt der Sprache, ist es ganz logisch, dass englischsprachige Industrienationen wie die USA, Großbritannien und Kanada ganz vorne liegen. Schließlich ist Englisch Weltsprache. Nach Stellen in Deutschland erkunden sich hauptsächlich Interessenten aus den teils deutschsprachigen Nachbarländern.

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