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Abkühlung für Dickhäuter
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Stressimmunität im Job

Dickes Fell für jede Gelegenheit

Tina Groll, zeit.de
Resilienz wird die psychische Widerstandskraft genannt. Sie macht Menschen stark gegen Stress und Belastungen. Ein neues Buch zeigt, wie sie sich trainieren lässt.

Darum geht es:
Warum durchstehen manche Menschen Schicksalsschläge und Krisen, während andere daran zerbrechen? Warum können die einen jahrelang 50 Stunden pro Woche und mehr mit Leidenschaft und Spaß am Job arbeiten, während andere ausbrennen?

Das liegt an der unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeit zur Resilienz, schreibt Autorin Christina Berndt. Psychische Widerstandskraft lässt einen Menschen Krisen als Chancen begreifen.

Sie ist geprägt von einer positiven Lebenseinstellung, die Gelassenheit und Selbstsicherheit bewirkt.

Komplexes Wechselspiel

Die Autorin ist Wissenschaftsjournalistin bei der Süddeutschen Zeitung. Zu ihren Fachthemen gehören Medizin und Forschung, entsprechend hat sie umfangreich über das Phänomen recherchiert und führt diverse wissenschaftliche Studien und Einzelfälle heran.

Demnach scheinen nicht nur die Persönlichkeit, Humor und eine positive Lebenseinstellung Einfluss auf die Resilienz zu haben, sondern in einem komplexen Wechselspiel auch Gene und Umwelt.

Was Hänschen nicht lernt...

Forscher fanden heraus, dass die Grundlagen für Widerstandskraft schon in frühester Kindheit gelegt werden. So sind Menschen, die als Babys die Erfahrung machten, dass sie für ein Lächeln mit positiver Zuwendung belohnt wurden, später selbstbewusster und verfügen über eine größere Gelassenheit – sie haben ja schon frühkindlich die Erfahrung gemacht, nicht hilflos zu sein, sondern ihr Leben selbst steuern zu können.

Aber psychische Widerstandskraft lässt sich auch im Erwachsenenalter trainieren, schreibt Berndt. Erstaunlich daran: Wenig resiliente Menschen seien besonders wandlungsfähig.

Es gibt also Hoffnung für Ausgebrannte.


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