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Führungskräfte und Chefs: Dick im Geschäft
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Deutsche Chefs

Dick im Geschäft

ked, wiwo.de
Sie machen Sport und gehen regelmäßig zu Check-ups: Dennoch sind deutsche Führungskräfte zu dick, wie eine Studie belegt. Allerdings sind die Chefs trotzdem gesünder als gedacht.
Im vergangenen Jahr zeichnete das Diagnostikzentrum Fleetinsel Hamburg ein schlechtes Bild von deutschen Führungskräften: Mehr als jeder zweite Chef war demnach übergewichtig, außerdem kämpfen die Führungskräfte mit einem hohen Zucker- und Insulinspiegel, haben schlechte Cholesterinwerte und hohen Blutdruck.

Kurzum: ihr Gesundheitszustand ist besorgniserregend. Nun ist die internationale Personalberatung Heidrick & Struggles in Kooperation mit der Max Grundig Klinik der Frage nachgegangen, wie gut es Deutschlands Managern heute geht. Dafür wurden insgesamt 568 Führungskräfte in deutschen und deutsch-schweizerischen Unternehmen online befragt.

Körperlich fitter als der Durchschnitt

Die gute Nachricht vorweg: "Führungskräfte streben nach einem gesunden Lebensstil, bei dem Sport, ausgewogene Ernährung, wenig Rauchen und begrenzter Alkoholkonsum als Ausgleich für den oft anstrengenden Arbeitsalltag eine zentrale Rolle spielen", so Christine Stimpel von Heidrick & Struggles.

Entsprechend sind die Chefs in guter physischer Verfassung. "Bei wichtigen Kategorien, die wir abgefragt haben, sind Führungskräfte deutlich gesünder als der Durchschnitt der gleichaltrigen Bevölkerung", kommentiert Thorsten Kienast, Ärztlicher Direktor der Max Grundig Klinik, die Ergebnisse.

Gewichtige Karrieregründe

So sagen nur 3,6 Prozent, sie hätten erhöhten Blutdruck. Dieser Wert sinkt bei jüngeren Managern sogar auf unter ein Prozent. Lediglich 11,7 Prozent der Befragten geben an, einen erhöhten Cholesterin-Wert zu haben. Bei weiblichen Führungskräften liegt dieser Wert sogar bei nur 3,1 Prozent. Naturgemäß ist erhöhtes Cholesterin bei älteren Führungskräften mit 13,7 Prozent öfter anzutreffen.

An Diabetes leiden lediglich 1,6 Prozent der befragten Führungskräfte. Dieser Wert liegt bei weiblichen und jüngeren Führungskräften nahe Null.

Während der vergangenen fünf Jahre waren nur elf Prozent der Manager ernsthaft erkrankt oder im Krankenhaus. Lediglich 20 Prozent müssen regelmäßig ein Medikament einnehmen, wobei der Anteil bei Managerinnen mit 25 Prozent etwas höher liegt. Stimpel sagt: "All dies belegt, dass Karriere vornehmlich ein Personenkreis macht, der körperlich robust ist. Eine gute Physis hilft beim Weg nach oben."



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