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Deutschlands mächtigste Managerinnen

Jürgen Salz / wiwo.de
Wer sind die mächtigsten Managerinnen in Deutschlands Vorzeigeunternehmen? BASF, Daimler, E.On, SAP und Siemens können immerhin mit Frauen im Vorstandsrang aufwarten. Bei anderen Unternehmen verlief die Suche deutlich mühsamer – und manche mussten ganz passen.
 
Simone Bagel-Trah leitet als erste Frau in Deutschland den Aufsichtsrat eines Dax-Unternehmens. Foto: Henkel

Männerriegen lösen sich langsam auf

146 Jahre nach der Gründung hat es erstmals eine Frau in den Vorstand geschafft: Seit dem 6. Mai sitzt Margret Suckale im obersten Führungsgremium des Chemiekonzerns BASF. Sie ist die oberste Personalchefin von weltweit über 100.000 Mitarbeitern und zeichnet verantwortlich für die großen BASF-Standorte in Europa, vor allem das Stammwerk in Ludwigshafen.
 
Langsam, ganz langsam, lösen sich die Männerriegen in Deutschlands Vorständen auf. Von den Vorstandsposten in den Dax-Konzernen sind ganze sechs mit Frauen besetzt – das entspricht einem Anteil von 3,4 Prozent. Neben der BASF sitzen auch bei Daimler, Eon, SAP und Siemens Frauen mit am Vorstandstisch.

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Siemens kann sich sogar rühmen, dass gleich zwei Frauen im obersten Führungsgremium vertreten sind. Bei Henkel wird gar der Aufsichtsrat von einer Frau geführt – von Konzernerbin Simone Bagel-Trah

Auch unterhalb der Vorstandsebene haben sich einige Frauen nach oben gekämpft. Bei Bayer führt die Amerikanerin Sandra Peterson das Pflanzenschutz-Geschäft mit fast sieben Milliarden Euro Umsatz. Die Deutsche Hildegard Wortmann verantwortet bei BMW das Produktmanagement.

Chefin und Krimiautorin

Und die Britin Elizabeth Corley verwaltet bei der Allianz insgesamt 442 Milliarden Euro. Die Versicherungsfrau, die auch Kriminalromane verfasst, ist die Chefin von Allianz Global Investors Europe, der europäischen Anlagetochter des Versicherungskonzerns.

Bei den meisten Unternehmen verlief die Suche nach der mächtigsten Managerin jedoch ziemlich mühsam. Viele der befragten Konzerne antworteten erst nach ein, zwei Tagen Bedenkzeit – spontan fiel ihnen keine Antwort ein.

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