Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Deutschland Jammerland
Foto: davidolkarny/otolia.com
Meeting-Kultur

Deutsche jammern, Amerikaner lachen

wiwo.de
Kulturelle Unterschiede zeigen sich auch in Meetings. Deutsche verhalten sich in Besprechungen deutlich anders als Amerikaner, wie eine Untersuchung zeigt. Internationale Teams sollten sich darüber klar sein.
Deutsche Kollegen sprechen häufig über Probleme und die Umsetzung von Maßnahmen, jammern dabei auch. US-amerikanische Teams reden häufiger über Lösungen und lachen in Besprechungen häufiger.

Das ist das Ergebnis einer Studie einer Forschergruppe um Nale Lehmann-Willenbrock von der Freien Universität Amsterdam, über die die Zeitschrift "Wirtschaftspsychologie Aktuell" berichtet.

Die Sozialforscher ließen insgesamt 73 US-amerikanische Studenten und 52 deutsche Studenten in jeweils 15 Kleingruppen darüber diskutierten, ob ein bestimmter Student an einer Elite-Uni promovieren sollte oder nicht. Sie mussten dabei zu einer einmütigen Empfehlung kommen.

Deutsche: problemfixiert, jammernd, umsetzungsbezogen

Die Gespräche wurden aufgenommen und danach in Sinneinheiten zerlegt, die wiederum bestimmten Kategorien zugeordnet wurden. Dann analysierten die Forscher, welche Gruppen wie oft problemfixiert, jammernd, gefühlsbetont oder lösungsorientiert waren.

Durchschnittlich 13-mal sprachen deutsche Teammitglieder Probleme an: was genau das Problem war oder wodurch es verursacht wurde. Die Amerikaner sprachen im Durschschnitt nur sechs mal konkrete Probleme an.


Fair Company | Initiative

 

Themen im Überblick