Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Junge Arbeitnehmer

Der prekäre Jobeinstieg wird Normalität

Tina Groll , zeit.de
Befristung oder Leiharbeit gehören für junge Arbeitnehmer zum Alltag. Vom Fachkräftemangel profitiert die Generation ab 35 Jahren, stellt eine IG-Metall-Studie fest.

Foto: photo-5000/ Fotolia.com

Junge Arbeitnehmer als Leiharbeiter

Der Weg in den Beruf verläuft immer häufiger über prekäre Beschäftigung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der IG Metall, die die Beschäftigungslage der 14- bis 35- Jährigen untersucht hat und die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.
 
Im Krisenjahr 2009 hatten demnach 28 Prozent der jungen Arbeitnehmer nur einen befristeten Job oder waren als Leiharbeiter angestellt. 2012 sind es bereits 32 Prozent.
 
Für die dritte Jugendstudie der Gewerkschaft hatte TNS Infratest Politikforschung über 1.000 junge Leute befragt. Als prekäre Arbeitsverhältnisse gelten alle Formen von atypischer Beschäftigung wie befristete Verträge , Teilzeit, Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit.

Unsicherheit als Wegbereiter

Eine Erklärung für die Zunahme im Aufschwung könnte Unsicherheit sein. Für die Unternehmer war schwer abschätzbar, ob und wie lange die gute Auftragslage anhält. Sie haben deshalb zunächst vor allem Zeitarbeiter angestellt und neue Stellen nur befristet besetzt.

Die besten Jobs von allen


Die IG Metall sieht diese Entwicklung kritisch: Wenn Arbeitgeber schon in Phasen des Aufschwungs prekäre Beschäftigung ausbauen, werde es in Krisenzeiten nicht besser, warnt Detlef Wetzel, zweiter Vorsitzender der IG-Metall.



Fair Company | Initiative

 

Themen im Überblick