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Chefin im Job
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Frauenfreundliche Unternehmen

Der Mittelweg: Ich bin dann mal Chefin

Andreas Schulte
Der Mittelstand lockt Frauen mit flexiblen Arbeitszeiten und guten Aufstiegschancen.
Familie und Karriere verbinden? Für Sonja Hornberger kein Problem. Als Personalchefin des Gebäudetechnikspezialisten Geze arbeitet sie auf der obersten Managementebene – und das auf einer 70-Prozent-Stelle.

Um neben dem Job genug Zeit für ihr Kind zu haben, entschied sie sich vor fünf Jahren für das Teilzeitmodell. Trotz Führungsverantwortung war das ohne Probleme möglich. "Wenn es gefordert ist, übernehme ich wieder eine volle Stelle", sagt Hornberger. Verlangt hat ihre Chefin das aber nie.

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Dass Frauen bei dem Mittelständler mit ihrem Wunsch nach flexibler Arbeitszeit auf viel Verständnis stoßen, lockt zahlreiche Bewerberinnen an. "Ich werde in vielen Vorstellungsgesprächen darauf angesprochen", sagt Hornberger. "Die Toleranz, mit der die Kollegen auf meine Bedürfnisse eingegangen sind, bestärkt mich, dies auch anderen zu bieten."

Mittelständler sind flexibler

Geze legt großen Wert darauf, sich als attraktiver Arbeitgeber für hochqualifizierte Frauen zu präsentieren. Die Aufstiegschancen sind gut: Die Frauenquote unter den Führungskräften ist mit 25 Prozent überdurchschnittlich hoch. Auch die Geschäftsführung liegt in den Händen einer Frau. Das Unternehmen zeigt: Während Konzerne vielfach mit einem höheren Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten hadern, zeigen sich Mittelständler deutlich offener.

Vor allem bei der Gestaltung der Arbeitszeiten bieten mittelständische Firmen Vorteile. Denn Teilzeitlösungen sind im Topmanagement von Konzernen aus Sicht von Bernhard Walter, Berater bei der Personalberatung Rochus Mummert, in der Praxis oft nicht umsetzbar. "In den Abteilungen der Großunternehmen sind zu viele Entscheidungsträger beteiligt. Ob sich flexible Arbeitszeiten einhalten lassen, hängt davon ab, ob die Chefetage dafür einsteht."

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