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Sportbusiness

Das Spiel kann beginnen

Gero Brandenburg
Fußball-Bundesliga und Weltmeisterschaft begeistern Millionen, die Spieler verdienen Traumgehälter. Aber auch wer nicht zum Spitzensportler geboren ist, kann im Sportbusiness Karriere machen. Warum also nicht hier die berufliche Zukunft suchen?
Adidas-CEO Herbert Hainer (l.) auf dem Handelsblatt Karriere-ForumFoto: © Thorsten Jochim
Dieses Fieber ist voraussagbar. In genau einer Woche erfasst es wieder Menschen rund um den Globus: Am 11. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Nicht nur sportlich ist das vierwöchige Turnier, das erstmals auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet, ein Riesenereignis. Auch für die globale Wirtschaft ist es ein Milliardendeal.Der Fußballweltverband Fifa vermarktet sein Top-Turnier erstklassig und hat Weltkonzerne wie Adidas, Coca-Cola und Sony als Top-Sponsoren an Bord. Sport ist eben nicht nur Unterhaltung, sondern vor allem Big Business. Und je professioneller das Geschäft wird, desto mehr wird gut ausgebildetes Personal benötigt. Ob es nun darum geht, Sportler einzukleiden, Vereine zu vermarkten, Auftritte von Sponsoren zu organisieren oder aber über TV-Rechte zu verhandeln - gefragt sind Profis mit Spaß am Spiel und großer Einsatzbereitschaft.

Die besten Jobs von allen

Sport ist ein Milliardengeschäft"Der Markt im Sportbusiness hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt", schätzt Hans-Willy Brockes, Geschäftsführer der Europäischen Sponsoring-Börse und Branchenexperte. Selbst die Finanzkrise hat den Boom nur wenig bremsen können. Allein ins Sportsponsoring wollen deutsche Unternehmen in diesem Jahr 2,6 Mrd. Euro investieren - und damit so viel wie im vergangenen Jahr. Bis 2012 sollen die Zahlen laut Studie "Sponsor Visions" der Hamburger Media-Agentur Pilot sogar wieder steigen.Und nicht nur große internationale Veranstaltungen wie Fußball-WM, Olympische Winterspiele und die Formel 1 locken die Geldgeber. Gerade die nationalen Wettbewerbe erfreuen sich großer Wertschätzung von Seiten der Konzerne. Im Fußball, im Eishockey, aber auch im Hand- und Basketball haben sich in den oberen Ligen professionelle Strukturen etabliert. Ohne Trikot- und Bandenwerbung, ohne Merchandising und Vertrieb kommt kein Profiverein mehr aus. Und deshalb sind Experten sehr gefragt, die sich um diese Dinge kümmern.Die Erste Fußballbundesliga zum Beispiel hat einen Jahresumsatz von 1,5 Mrd. Euro. "Die Proficlubs sind mittelständische Unternehmen, die auf gut ausgebildete Leute für Finanzen und Marketing gar nicht mehr verzichten können", sagt Stefan Ludwig, Sport-Experte der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte. In den Geschäftsstellen sind leicht 100 Mitarbeiter und mehr beschäftigt. Hinzu kommen die Mitarbeiter von externen Dienstleistern und Agenturen, die eng mit den Vereinen zusammenarbeiten.

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