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Kleiderwahl

Das passende Outfit für den Jobstart

Ulrike Heitze
Zum Jobstart reicht selten das Räuberzivil aus der Uni. Jetzt ist wesentlich seriösere Kleidung angesagt. Doch wonach soll man sich in diesem Fall orientieren und was ist beim Einkauf zu beachten? Welche Klamotten für Mann und Frau sein müssen und was sie kosten erfahren Sie hier.
Mit einem schicken Anzug geben Männer ein seriöses Bild abFoto: © Sandra Janzso
Mit Jeans, T-Shirt und Turnschuhen können sich Jobeinsteiger selten in ihrer neuen Position profilieren. Das gilt für die Bank ebenso wie für die Kanzlei und Beratung. Es muss also etwas Schickes her.ANZÜGE Zwei, besser drei Stück braucht man, wenn man täglich einen Anzug tragen muss. Gängige, gut kombinierbare Farben zum Einstieg: Schwarz, Blau, Mittelgrau/Melange. Für die Grundausstattung keine Experimente mit Nadelstreifen oder Karos. Die sind unflexibler. Gutes Material, weil unempfindlich: Wolle, mittelschwere Tropical-Qualität. Explizite Sommer- oder Winterstoffe müssen erst mal nicht sein. Der Anzug kann in Farbe und Qualität klassisch sein, mit Accessoires wie Krawatte und Einstecktuch wertet man ihn auf. Sinnvoll für den Anfang: einen schlichten Anzugstil wählen, einreihig, mit zwei Knöpfen. Für alles andere braucht man modische Übung. Kosten: Es muss keine Maßkonfektion oder ein Designerstück sein, einen Anzug mit Stil gibt's ab 250 Euro. Wichtig sind der Schnitt und die Verarbeitung. Und: bei der Passform beraten lassen. Deutsche Männer kaufen laut Andreas Baumgärtner, Design-Vorstand der Modemarke Marc O'Polo, oft und gerne zu groß.

Die besten Jobs von allen

HEMDEN Fünf bis sieben Stück dürften vorerst reichen. Klassische Starterpack-Farben sind Weiß, Hellblau und Weiß mit dezenten farbigen Streifen in Blau, Rot, Lila, Grün, Apricot. Andere Farben wie Lila oder Grün und wilde Muster mit Punkten oder Rauten machen das Kombinieren schwer und sind eher etwas für die zweite Einkaufsrunde. Baumgärtner rät sogar: Lieber fünf weiße Hemden nehmen, als farblich querbeet zu mischen. Das nehme einem viel Stress. Beim Kragen klassisch zeitlos bleiben, zum Beispiel mit Haifisch, Kent oder französisch. Bügelfreie Materialien ruhig mal testen. Funktionieren gut, aber nicht jeder mag's tragen. Kosten: Beim Hemd lässt sich sparen. Der Preis schlägt sich hauptsächlich bei der Bügelfreundlichkeit nieder.KRAWATTEN Drei bis vier sollte man im Schrank hängen haben. Mit einer Krawatte lässt sich jedes Casual-Outfit veredeln und jeder klassische Anzug modernisieren. Ideal: Karos, Streifen, Punkte oder Paisley, auch in kräftigen Farben, aber nicht zu wild gemustert oder zu bunt. Kosten: Günstige Modelle für 20 Euro tun es für den Anfang.JEANS In der Regel nichts für die Business-Garderobe, sind aber je nach Job und Anlass in Ordnung - zum Beispiel in kreativen Berufen oder bei lockeren Terminen. Mit einem guten Sakko sieht es dann edel genug aus. Bedingung: Die Jeans muss einwandfrei sein, nicht zu verwaschen und ohne Löcher oder Fransen. Kosten: Modell muss nicht teuer sein, sollte aber gut aussehen.SCHUHE Gute Schuhe werten jedes Outfit auf, schlechte zerstören den besten Eindruck. Deshalb hier niemals schludern. Im Starterpack am besten: klassische schwarze Lederschuhe. Gepflegte Turnschuhe zum Anzug gehen in Kreativbranchen auch schon mal. Trotzdem erst testen und sehen, was die Kollegen tragen. Kosten: Hier darf nicht gespart werden. 200 Euro aufwärts muss man pro Paar einplanen.UHR & ACCESSOIRES Eine auffallend teure Uhr ist bei Jobstartern nur akzeptabel, wenn sie ein Erbstück ist. Ansonsten sollte die Rolex noch ein paar Jahre warten. Lieber mit elegantem, stilvollem Mittelmaß beginnen. Auch auffällige Manschettenknöpfe sind übertrieben. Kosten: Eine Ausgabe, auf die man zunächst verzichten kann. Die Funktionalität sollte zählen. Und wenn's ein feineres Modell sein soll: sich selbst zum ersten Erfolg schenken.PULLI, PULLUNDER, STRICKJACKE Die Kombination Sakko-Hemd-Krawatte ist zu langweilig? Strickwaren sind die Lösung. In informellen Branchen geht's ohne Sakko darüber. Auch hier gilt: dezente Farben. Experimente mit kräftigen Tönen für später aufheben, die belasten derzeit nur das Budget und müssen geübt werden. Tipp: feste, nicht ganz so kuschlige Wolle kaufen, die bildet keine Knötchen. Kosten: Ansprechende Wollqualität gibt's für unter 100 Euro.

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