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Top-Gehälter
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Top-Gehälter

Das Gesamt-Paket entscheidet

Teil 5: Durchschnitts- und sehr gute Gehälter

Bei der Frage nach dem guten Gehalt stellt sich natürlich nicht nur die Frage nach der Branche oder dem Arbeitgeber, sondern auch nach den eigenen Erwartungen: Der Berufseinsteiger freut sich über andere Summen als der Arbeitnehmer mit 20 Jahren Berufserfahrung und für ein Gehalt, das den Einzelhandelskaufmann glücklich macht, stehen der Bauingenieur und die Unternehmensberaterin vielleicht gar nicht erst auf.

Um den eigenen Marktwert und das eigene – vermutlich als zu niedrig empfundene Gehalt – besser einschätzen zu können, hilft ein Blick in verschiedene Portale zum Gehaltsvergleich. Oder in die offizielle Statistik. Ein Single ohne Kinder (Steuerklasse I/0) verdiente im Jahr 2014 durchschnittlich 31.981 Euro brutto. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleiben bei 40 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland zwischen 1.000 und 2.000 Euro im Monat übrig, rund 30 Prozent verdienen weniger, 20 Prozent mehr.

Wo es die Top-Gehälter gibt

In ganzen Zahlen: Im Jahr 2014 verdiente der deutsche Durchschnittsarbeitnehmer im Monat 1.756 Euro netto. Nur fünf Prozent der Arbeitnehmer verdienen mehr als 5.000 Euro brutto, also rund 3.000 Euro netto, was in der Relation wohl schon als gut betrachtet werden kann. Wer zu den deutschen Topverdienern gehören will, muss laut Statistik allerdings etwas mehr mit nach Hause bringen. In die Kategorie Top-Verdiener fallen alle, die monatlich 7.500 Euro netto (und mehr) verdienen. Auf die gesamte arbeitende Bevölkerung bezogen, trifft das auf rund 2,6 Prozent zu.

Wer zu dieser Gruppe gehören will, wird am besten Investmentbanker – zumindest eignet sich die Finanzbranche gut. Auch in der Unternehmensberatung oder der Medizin sind Top-Verdiener überrepräsentiert. Und selbstverständlich in der Chemie- und Pharmabranche.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 13.02.2016

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