Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Dedon-Luxusliege am StrandFoto: Dedon
Erfolgsgründung mit Outdoor-Möbeln

Das Bobby-Prinzip: vom Muh zum Multimillionär

von Manfred Engeser, wiwo.de
Bobby Dekeyser: Schulabbrecher, Profitorwart, Weltmarktführer. Wie der Dedon-Gründer die Branche der Outdoor-Möbel revolutionierte. Warum er mit Bewerbern Fußball spielt und ihm Geld nichts bedeutet.
Neulich am Broadway. Die Theaterpremiere ist zu Ende. Jetzt, kurz vor Mitternacht, will Bobby Dekeyser nur noch eins: nach Hause, in sein Loft im Stadtteil Soho. Taxi? Fehlanzeige. Also winkt Dekeyser eine Rikscha herbei. Klar könne er ihn fahren, sagt der Fahrer, aber das könne dauern, er sei schon sehr müde.

Dekeyser überlegt nicht lange, bittet den Fahrer, hinten Platz zu nehmen und fährt selbst die mehrere Meilen lange Strecke durch die laue New Yorker Nacht. "Ich kam ans Ziel, hatte mich bewegt und jemandem einen Gefallen getan", sagt Dekeyser, der dem Rikscha-Halter noch 30 Dollar Fahrgeld bezahlt.
Bobby DekeyserFoto: Dedon

Lebensleitplanken

"So war es für uns beide das Beste." Sei verrückt, aber zuverlässig, nutz deine Chance, hilf anderen, verpacke deine Botschaft in eine gute Geschichte, bleib in Bewegung: Diese Maximen gehören zum Bobby-Prinzip – Dekeysers Lebensleitplanken, mit denen er, aus dem Nichts, ein Unternehmen aufgebaut hat, mit dem er nicht nur viel Geld verdient, sondern eine ganze Branche auf den Kopf gestellt hat: Dedon.

Seit mehr als 20 Jahren produziert Dekeyser aus einer selbst entwickelten Kunstfaser Stühle, Sessel, Bänke, Tische für Balkon und Garten – Luxusmöbel fürs "Wohnzimmer für draußen", die auch einen Sommerregen unbeschadet überstehen. 2400 Angestellte arbeiten derzeit für Dedon weltweit, in 80 Ländern.

Fair Company | Initiative

 

Themen im Überblick