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Abfindung
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Abfindung

Da lacht nur der Fiskus

Teil 2: Eine bezahlte Freistellung ist oft besser

Aber egal ob Aufhebung oder Abwicklung: Die Abfindung muss auf jeden Fall versteuert werden. In der Regel beträgt die Höhe ein halbes bis ein ganzes Bruttomonatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit. Je nach Unternehmen, wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und Branche kann die Höhe allerdings variieren.

Vorsicht vor dem Spitzensteuersatz

Zwar müssen darauf keine Sozialabgaben abgeführt werden, aber wird die Summe auf einen Schlag ausgezahlt, rutscht man leicht in den Spitzensteuersatz. Der Fiskus freut sich, aber ein ordentlicher Teil des Geldes, das bei den meisten Arbeitnehmern auch als Rücklage dienen muss, ist auf einmal weg. Zwar gibt es nach Paragraf 34 Absatz 1 Satz 1, 2 eine Steuerermäßigung für außerordentliche Einkünfte wie Abfindungen – trotzdem sollten sich Gekündigte auf eine hohe Steuerzahlung einstellen.

Daher ist es meist besser, eine bezahlte Freistellung zu nehmen – und bei einer Trennung darauf zu achten, dass von einer betriebsbedingten Kündigung die Rede ist. So bekommen Arbeitnehmer nicht nur wichtige Zeit, sich eine neue Stelle zu suchen. Sie wahren auf diese Weise auch ihre Arbeitslosengeldansprüche.

Zuerst veröffentlicht auf zeit.de
Dieser Artikel ist erschienen am 02.01.2016

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