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Abfindung
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Abfindung

Da lacht nur der Fiskus

Tina Groll. zeit.de
Wir erklären Ihnen, warum eine Freistellung vom Job meist besser für Angestellte ist, als eine Abfindung.
Eine Kündigung ist für viele Arbeitnehmer ein Schock und eine existenzielle Bedrohung. Und viele sind zusätzlich erschüttert, wenn sie erfahren, dass es keinen Rechtsanspruch auf eine Abfindung gibt. Denn entgegen der landläufigen Meinung muss ein Arbeitgeber nicht in jedem Fall eine Zahlung als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes bezahlen.

Einen Rechtsanspruch haben Arbeitnehmer dann, wenn zahlreiche betriebsbedingte Kündigungen im Rahmen eines Sozialplans vorgenommen werden müssen – und der Plan oder ein Sanierungstarifvertrag eine Abfindungszahlung regeln. Oder die Mitarbeiter fristgerecht auf eine Kündigungsschutzklage dagegen verzichten.

Mitunter steht die Zahlung einer Entschädigung auch im Arbeitsvertrag, aber solche Verträge sind selten geworden.

Zwei Formen der Trennung

Daneben werden vor allem dann Abfindungen gezahlt, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich im Rahmen des Trennungsprozesses auf die Zahlung verständigen. Aber Vorsicht, diese Einigung kann für Arbeitnehmer mitunter nachteilig sein. Das Arbeitsrecht sieht zwei Formen dieser einvernehmlichen Trennung vor: im Rahmen eines Aufhebungsvertrags oder im Rahmen eines Abwicklungsvertrags. Bei einer Aufhebung wird der Arbeitsvertrag aufgelöst. Bei einer Abwicklung hingegen akzeptiert der Arbeitnehmer die Kündigung! Er kann dann nicht mehr dagegen klagen.

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So oder so kann das Arbeitsamt eine einvernehmliche Trennung dem Gekündigten negativ auslegen. Die Argumentation ist sehr oft: Der Arbeitnehmer hätte seinen Arbeitsplatz nicht leichtfertig aufgeben dürfen, sondern gegen seine Kündigung klagen müssen. Das Amt kann eine Sperre des Arbeitslosengelds von bis zu zwölf Wochen verhängen – und damit verkürzt sich der Bezugszeitraum generell. Nicht nur kann man erst drei Monate später das Arbeitslosengeld I beziehen. Es endet auch nach neun Monaten. Übrigens passiert das auch häufig, wenn der Gekündigte in eine Verkürzung der Kündigungsfristen eingewilligt hat. Hier ruht der Arbeitslosengeldanspruch aber nur, er wird aber nicht gekürzt.

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