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Frauenquote

Chefetagen sollen weiblicher werden

dpa
Frauen sind in den deutschen Chefetagen selten anzutreffen - und wenn, dann meistens in den Vorzimmern. Das soll sich laut Politik nun ändern. Die Wirtschaft setzt auf Selbstregulierung.
Frauen sollen die Chefetagen erobernFoto: © Franz Pfluegl - Fotolia.com
Wenn Vorstand und Aufsichtsrat tagen, sind die Herren in den dunklen Anzügen fast unter sich. Noch immer kommen Frauen auf Chefposten der großen deutschen Unternehmen nur äußerst selten zum Zuge. Nach jahrelangen Appellen zeigt sich inzwischen aber zumindest Bewegung in der Männerdomäne:Regierung erhöht den Druck

Die besten Jobs von allen

Die Telekom verordnete sich demonstrativ eine Frauenquote, mehrere Konzerne im Deutschen Aktien-Index (Dax) engagierten weibliche Vorstandsmitglieder. Und auch die Regierung erhöht langsam den Druck - die Drohung mit einer gesetzlichen Quote hält sie dafür aber noch etwas zurück.Die Topmanagerinnen der börsennotierten Firmen im Lande könne sie ohne Raumnot zur Vollversammlung in ihr Büro einladen, konstatierte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). n den Vorständen der 100 umsatzstärksten Unternehmen sackte der Frauenanteil im vergangenen Jahr sogar unter ein Prozent, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ermittelte. In den Aufsichtsräten waren es demnach immerhin zehn Prozent. Frauen sitzen aber überwiegend für die Arbeitnehmerseite im Kontrollgremium.Dass Frauen für Spitzenjobs bestens qualifiziert sind, beteuert die Wirtschaft seit langem. Absolventinnen machen oft bessere Examen und bringen weibliche Kompetenzen ein.

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