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Gründer

Chancen statt Risiken

Ina Karabasz
Die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten investiert erstmals in junge Unternehmen und zeigt damit: Das Klima für Gründer wird besser.

Foto: R. Sturm/Pixelio
Bewusstes Signal 

Wenn Susanne Klatten investiert, löst das schon mal einen Ansturm aus. So war es, als die BWM-Großaktionärin und reichste Frau Deutschlands im Frühjahr 2009 überraschend Aktien des Carbon-Herstellers SGL gekauft hatte und für erhebliches Interesse am Werkstoff für leichte Autos sorgte. Und so könnte es wieder sein: Anfang Juli investierte die öffentlichkeitsscheue Unternehmerin erstmals in neu gegründete Firmen.

Die 49-Jährige ist maßgeblich an einem eigens dafür aufgelegten Fonds des Zentrums für Innovation und Gründung der Technischen Universität München beteiligt. Klatten will bewusst ein Signal setzen. In Deutschland fehle es weniger an Ideen, sondern den Investoren häufig an der Bereitschaft, mit jungen Unternehmen ein Risiko einzugehen, sagte sie, als sie den Fonds vorstellte.

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Das Problem des „Nichtwagens“ liege schon in der Sprache: „Wir sprechen von Risikokapital, dabei müsste es eigentlich Chancenkapital heißen“, sagte sie. Die öffentliche Hand habe zwar eine gute Finanzierungsstruktur für Start-ups, doch Kapital und Wagnisbereitschaft privater Investoren fehlten in Deutschland. Dabei könnte es sich für Wagniskapitalgeber lohnen, jetzt genauer hinzuschauen: Junge Internetfirmen sind gerade dabei, sich vom Stigma der 2001 abgestürzten New Economy zu lösen. Erfolgreiche Onlinekonzepte von Firmen wie etwa dem Werbeprospektportal Kaufda, dem Rabattanbieter Dailydeal oder dem sozialen Netzwerk Xing bieten Investoren schon heute gute Renditen.

Gute Voraussetzungen für Jungunternehmer

Die Zeichen für einen Aufschwung stehen gut – neue Ideen sind gefragt. Eine Umfrage unter den Mitgliedern einer Initiative von Wagniskapitalgebern, dem Business Angels Netzwerk Deutschland, ergab: Schon seit vergangenem Jahr sind Webservices und E-Business-Firmen neben Branchen wie Energie und Medizintechnik wieder dauerhaft unter den Top fünf im Ranking der beliebtesten Investments.

Das sind gute Voraussetzungen auch für ambitionierte Jungunternehmer: „Wenn jemand eine gute Idee hat, kann ich mir nicht vorstellen, warum er derzeit keinen Investor finden sollte“, sagt Michael Birkel, Venture Partner bei der Venture-Capital-Gesellschaft Target Partners, die junge Technologieunternehmen finanziert.


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