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Jobchancen in Familienunternehmen
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Karriereturbo

Beste Jobchancen in Familienunternehmen

Kerstin Dämon, wiwo.de
Wer stellt neue Mitarbeiter ein? Eine Studie des BDI zeigt: Es sind vor allem Familienunternehmen. Damit sind die Betriebe nicht nur eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft, sondern auch der größte Jobmotor.
Familienunternehmen sind und bleiben ein starker Jobmotor in Deutschland: Der Beschäftigungszuwachs in Familienunternehmen fällt deutlich höher aus als in allen Unternehmen zusammen, wie eine Erhebung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der Deutschen Bank und des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn zeigt. Die rund 4.500 größten dieser Firmen haben 2013 – dem Jahr, für das aktuelle Daten vorliegen – rund drei Prozent mehr Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr.

Damit wächst die Zahl der Stellen mehr als doppelt so stark wie über alle Unternehmen hinweg betrachtet: Durchschnittlich wurden nur 1,3 Prozent mehr Menschen eingestellt. 17 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten hierzulande arbeiten in einem der großen Familienunternehmen.

Familienunternehmen stehen wirtschaftlich gut da

Ein weiteres auffälliges Ergebnis der Analyse: die kontinuierlich hohe und weiter steigende Eigenkapitalausstattung der größten Familienunternehmen. Ihre Eigenkapitalquoten erreichten im untersuchten Jahr im Durchschnitt rund 37 Prozent. Der Vergleichswert aller Unternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Jahresumsatz betrug im selben Jahr gerade einmal etwa 31 Prozent.

"Langfristig stabil zu wirtschaften kennzeichnet uns Familienunternehmer. Bei der Reform der Erbschaftsteuer sollte die Politik daher alles unterlassen, was dieses Erfolgsmodell gefährdet", sagte Hans-Toni Junius, Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses.

Die Ergebnisse der Untersuchung bekräftigen: Die größten Familienunternehmen sind eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Obwohl die rund 4.500 größten Familienunternehmen nur 0,1 Prozent aller Unternehmen in Deutschland ausmachen, erwirtschaften sie 20 Prozent des Gesamtumsatzes in Deutschland.

Gute Basis für Innovation und Wachstum

"Die gute Eigenkapitalausstattung der Familienunternehmen ist eine hervorragende Ausgangsposition für Innovationen und Wachstum im In- und Ausland. Aufgabe der Banken ist es, die Familienunternehmer dabei mit ihrem Know-how etwa bei der Risikoabsicherung und Internationalisierung bestmöglich zu unterstützen", sagte Oliver Bortz, Leiter Firmenkunden der Deutsche Bank AG, zu den Ergebnissen.

Professorin Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn, resümierte: "Die größten Familienunternehmen suchen weiterhin vor allem, ihre finanzielle Stabilität zu sichern und ihre Unabhängigkeit zu festigen. Beides trug dazu bei, dass sie auch 2013 rentabler wirtschaften konnten als Nicht-Familienunternehmen."

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 09.01.2016

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