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Benehmen wichtiger als Noten
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Bewerbung

Benehmen wichtiger als Noten

wiwo.de / dpa
Der Fachkräftebedarf in Deutschland wächst. Deshalb drücken Personaler schon einmal ein Auge zu, wenn Bewerber eine schlechte Schulnote mitbringen. Aber gute Manieren sind noch immer ein Muss.
Gute Umgangsformen sind auch in der Arbeitswelt ein wichtiger Türöffner. Doch das Einmaleins der guten Manieren sitzt längst nicht bei Jedem. Benimm-Patzer können nicht nur beim Bewerbungsgespräch die Jobchancen empfindlich schmälern, sondern auch schlecht fürs Geschäft sein. Wenn Führungskräfte ihre Mitarbeiter nicht mehr auf Kunden loslassen wollen, weil deren Schlabberpullis und Rundhals-T-Shirts zu peinlich sind, suchen sie auch Rat bei speziellen Trainern wie Susanne Beckmann.

In Seminaren bringt die Expertin für Stil und Etikette Chefs und Arbeitnehmern aller Altersgruppen bei, wie sie mit gutem Ton und gefälligem Äußeren im Berufsalltag punkten können. Die Nachfrage sei in den vergangenen Jahren spürbar gewachsen, sagt Beckmann.


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Das liegt nach ihrer Überzeugung auch daran, dass die Defizite immer deutlicher zutage treten. Schon in der Erziehung kämen in vielen Familien wichtige Grundregeln fürs Miteinander zu kurz. Die Folgen zeigen sich dann im Berufsalltag: Ungepflegte Kleidung, Verspätungen am Arbeitsplatz, mangelnde Tischmanieren oder unangemessenes Verhalten in Gesprächen mit Vorgesetzten sind keine Seltenheit.

Die Probleme offenbaren sich dabei längst nicht nur bei jungen Leuten, sagt Beckmann. Ob der Geschäftsführer, der im schlecht sitzenden Sakko mit den Händen in den Hosentaschen eine Rede vor 200 Menschen hält oder die Managerin, die nicht richtig mit Messer und Gabel umgehen kann – Stolperfallen lauern in allen Hierarchiestufen.

Auch beim Autobauer BMW wird viel Wert auf ein angemessenes Auftreten der Beschäftigten gelegt. "Nur das Fachliche reicht nicht", sagt ein Sprecher. Gerade in einem Unternehmen, in dem Menschen aus 100 Nationen zusammenarbeiten, seien gute Umgangsformen und Teamfähigkeit unerlässlich. "Der Nerd, der irgendwo in seinem Stübchen sitzt, den kann man weder im Werk noch in der Entwicklung und schon gar nicht im Kundenkontakt gebrauchen", sagt der Sprecher.

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