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Arbeitsmarkt

Behinderte werden noch immer benachteiligt

Zeit.online
Behinderte Menschen haben es auf dem Arbeitsmarkt doppelt so schwer wie Nichtbehinderte. Die Behinderten finden seltener einen Job und sind deutlich länger arbeitslos.

Foto: auremar/Fotolia.com

Länger arbeitslos

Im vergangenen Jahr hat nur etwa jeder sechste Schwerbehinderte, der aus der Arbeitslosenstatistik gestrichen wurde, tatsächlich einen Job bekommen, berichtet die Saarbrücker Zeitung. Dagegen lag die entsprechende Quote bei Nicht-Schwerbehinderten doppelt so hoch, bei etwa 31 Prozent.
 
Die Saarbrücker Zeitung beruft sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Ausschlaggebend für die Erhebungen ist die Vermittlung in eine reguläre Beschäftigung auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt.

Bei der Dauer der Arbeitslosigkeit stehen behinderte Menschen ebenfalls schlechter da als Personen ohne körperliche und geistige Beeinträchtigungen. Sie sind im Durchschnitt drei Monate länger und insgesamt 76 Wochen ohne Arbeit.

Die besten Jobs von allen


Fachkräftemangel ließe sich ausgleichen

Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze an Schwerbehinderte zu vergeben. Diese Quote wurde laut BA jedoch nicht immer erreicht.

2009 lag sie nur bei 4,5 Prozent, in der privaten Wirtschaft lediglich bei 3,9 Prozent. Die Arbeitsmarktexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, forderte die Arbeitgeber zum Umdenken auf. "Anstatt über einen vermeintlichen Fachkräftemangel zu jammern, sollten die Arbeitgeber ihren Blick auf schwerbehinderte Arbeitslose richten, die überdurchschnittlich qualifiziert sind", sagte Zimmermann der Saarbrücker Zeitung

Zuerst veröffentlicht auf zeit.de

Dieser Artikel ist erschienen am 11.04.2012

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