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Auslandsexpansion

Auf ins Abenteuer USA

Jens Tönnesmann, wiwo.de
Für viele Gründer ist die Expansion ins Ausland eines der wichtigsten Ziele, sogar Vater Staat unterstützt sie neuerdings dabei. Doch längst nicht jedem gelingt der Schritt über die Grenzen. Worauf Unternehmer dabei achten müssen.

Foto: Nussjeck/Pixelio

Im bürokratischen Dschungel

Wenn Klaus Wegener die Geschichte seines jungen Unternehmens Caseable erzählt, fragt man sich, ob er verrückt geworden ist. Zusammen mit seinem Studienfreund Marvin Amberg kam er im Jahr 2010 auf die Idee, Notebooke-Taschen und iPad-Hüllen zum Selbstgestalten zu verkaufen. Allerdings nicht von Deutschland aus, sondern gleich aus Brooklyn, New York.

Hals über Kopf stürzten sich die Gründer in das Abenteuer Ausland. Und in einen bürokratischen Dschungel: Um für ihr neu gegründetes US-Unternehmen ein Firmen-Visum zu erhalten, legten die Gründer der Botschaft Businessplan, Verträge und Empfehlungsschreiben vor – „ein Brockhaus von 300 Seiten“, erzählt Wegener.

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Außerdem investierte jeder 50.000 Dollar in die neue amerikanische Firma – Geld, das die Gründer sich zur Hälfte von ihren Eltern leihen mussten. 

Magischer Sog

Über die Grenzen expandieren und den Durchbruch im Ausland schaffen: Das nimmt sich etwa jeder zweite Unternehmer in seinen ersten fünf Gründerjahren vor, wie eine Umfrage des Bundeswirtschaftsministeriums unter rund 100 IT-Unternehmen nahelegt.

Für Internet-Startups übt dabei das kalifornische Silicon Valley einen fast magischen Sog aus: Die Heimat von ausgewachsenen Technologiefirmen wie Google, Apple und Facebook ist zugleich Brutstätte für Hunderte Startups.

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