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Best Ager
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Silver Worker

Auf die Nicht-Rente!

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Sie sind zwar nicht die Jüngsten, stehen aber voll im Leben: Die Generation der Best Agers will vom Altern nichts wissen. Stattdessen gehen die jungen Alten neue Wege – und gründen Unternehmen.
Als der Freiburger Rudolf Stibal 2003 zusammen mit zwei Kollegen die Firma Semimap gründete, war ihm wohl kaum klar, dass sie für einen neuen Trend in der Gesellschaft standen: Kurz vor dem Rentenalter neue Wege gehen.

Heute, neun Jahre später, kann sich der 67-jährige Stibal ein Leben ohne die Firma kaum vorstellen.

Das Unternehmen der drei Wissenschaftler stellt hochspezialisierte Messinstrumente für den Halbleitermarkt her. "Über das Jahr gesehen nimmt Semimap etwa ein Viertel meiner Zeit ein. Wenn ein neuer Auftrag reinkommt, können es über Wochen auch 100 Prozent sein." Dabei sei der Verdienst nicht das ausschlaggebende Moment, sondern eher ein willkommenes Zubrot, sagt der Ingenieur, der Segeln zu einem seiner anderen Lebensinhalte gemacht hat.

"Junge Alte"

Stibal gehört zu der größer werdenden Gruppe, die im Fachjargon "junge Alte" genannt wird. Sie sind ein Teil der demografischen Entwicklung, die die Industriegesellschaften in den kommenden Jahren quasi auf den Kopf stellen wird.

Die Menschen werden älter, weil sie gesundheitsbewusster leben und die Medizin große Fortschritte macht. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Einwohner, weil mehr Menschen sterben als geboren werden. So viele Effekte dieser Entwicklung sind noch nicht erforscht, dass das Bundesbildungsministerium das Wissenschaftsjahr 2013 ganz der "demografischen Chance" widmet.

Die Entwicklung zur älter werdenden Gesellschaft begann nach Worten von Rembrandt Scholz vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock mit der Industrialisierung. "Die Lebenserwartung eines 1870 geborenen Deutschen betrug 38 Jahre."

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