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Businessmann wartet auf Fahrstuhl
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Aufstieg:

Auch Spitzenkräfte müssen aktiv werden

Tina Groll, zeit.de
Wenn Spitzenführungskräfte einen neuen Job suchen, müssen sie taktisch vorgehen. Wie es mit der Bewerbung für einen Vorstandsjob klappt, erklärt ein neuer Ratgeber.
Spitzenmanager suchen sich keine Jobs, sie werden ihnen angeboten – so lautet die gängigste Empfehlung für Manager. Doch werden ihnen keine oder die falschen Jobs angeboten, kommt die Karriere ins Stocken.

Besser ist es, die Karriere strategisch zu planen – und zwar selbst und ohne Hilfe eines Headhunters. Denn für Führungskräfte seien Initiativbewerbungen genau richtig, empfehlen der Management-Trainer Jürgen Nebel und die Marketingspezialistin Nane Nebel in ihrem Buch Die CEO-Bewerbung. Mit einer kalkulierten offensiven Strategie klappe sogar der Sprung auf einen Vorstandsposten, sagen die beiden Karriereberater. Sie sind auf Führungskräfte aus dem oberen Management spezialisiert und haben die Erkenntnisse aus ihrer langjährigen Coaching-Erfahrung in diesem Buch zusammengefasst.

Die Autoren empfehlen Managern auf der Suche nach einer C-Level-Position, sich direkt an Aufsichtsräte und Vorstände zu wenden und nicht den indirekten Weg über einen Headhunter zu gehen. Denn nur die Aufsichtsräte und Vorstände wissen, welche wichtigen Spitzenpositionen bald zu besetzen sind. Sie müssen allerdings auf besondere Weise angesprochen werden.

Auf die Performance kommt es an

Die Berater empfehlen dafür drei Kurzdokumente, die im Wesentlichen bisherige Erfolge darstellen: eine Kurzzusammenfassung des Lebenslaufs, eine Darstellung eigener Beiträge zum Geschäftserfolg in bisherigen Jobs und ein kurzes, nicht besonders persönlich gestaltetes Anschreiben. Denn echte Entscheider wollen keine blumigen Formulierungen, sie interessieren sich für die reine Performance. Und die geht nur aus überprüfbaren Bilanzen hervor.

Das Buch erklärt, wie Führungskräfte herausfinden, welcher nächste Job der richtige für sie ist und wie erfolgreiche Initiativbewerbungen aussehen können. Außerdem enthält der Ratgeber eine Reihe von Musterdokumenten und konkrete Beispiele aus der Beraterpraxis der Autoren. Der Ratgeber richtet sich an obere Führungskräfte, die den Sprung ins Spitzenmanagement schaffen wollen. Eine kritische Auseinandersetzung mit einer kühl kalkulierten Laufbahn kann man da nicht erwarten. Das Buch ist sachlich und prägnant geschrieben und regt an, neue Wege bei der Karriereplanung zu gehen.

Zuerst veröffentlicht auf zeit.de
Dieser Artikel ist erschienen am 03.05.2013

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