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Arbeitsrecht-Mythen

Auch Betriebsräte können gefeuert werden

Teil 3: Risiko für Arbeitgeber

Welche Risiken muss ein Arbeitgeber bei einer Kündigung von Arbeitnehmervertretern in Kauf nehmen?

Arbeitgeber sind gut beraten, juristisch genau zu prüfen, welche Schritte möglich und angemessen sind. Kündigungsverfahren gegen Betriebsräte sind riskant, aufwändig, kostenintensiv und dauern in der Regel lange.

Auch muss der Arbeitgeber das Fehlverhalten des Arbeitnehmervertreters beweisen können.

Unruhe im Betrieb

In der Regel führen solche Verfahren zu erheblicher Unruhe im Betrieb – erst Recht, wenn die Arbeitnehmervertreter die Kündigung für unbegründet halten und sich juristisch dagegen wehren. Auch die Gewerkschaften werden durch Kündigungsverfahren gegen Betriebsräte auf den Plan gerufen.

Negative Berichterstattung ist spätestens im öffentlichen Gerichtsverfahren die Folge. Das Image als guter Arbeitgeber wird meistens beschädigt.

Unberechtiges Vorgehen ist Straftat

Handelt ein Arbeitgeber übereilt und ist sein Vorgehen nicht gerechtfertigt, kann er wiederum wegen Behinderung der Betriebsratsarbeit verantwortlich gemacht werden – und das ist eine Straftat.

Denn die Arbeitnehmervertreter dürfen in der Ausübung ihrer Tätigkeit nicht gestört oder behindert werden (§ 78 S. 1 BetrVG).

Zuerst veröffentlicht auf zeit.de
Dieser Artikel ist erschienen am 04.02.2013

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