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Motivation

"Auch als Chef muss man Mensch sein"

Teil 3: Motivierend loben


Foto: olly/Fotolia

Wie führt man ein Unternehmen, in dem die Motivation fehlt?

Leider mit Druck und Kontrolle. Ich nenne das die dunkle Seite der Mitarbeiterführung. Für ein Unternehmen, das mit prekärer Beschäftigung und Leiharbeitern arbeitet, sind Druck, Kontrolle und Konsequenzen die optimalen Werkzeuge. Denn wer nicht langfristig mit seinen Mitarbeitern plant, braucht nicht in Visionen, Zugehörigkeit und Zusammenhalt zu investieren. Druck und Kontrolle wirken aber immer nur kurzfristig.

Motiviert Geld?

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Ja, aber ähnlich wie Druck und Kontrolle entfalten finanzielle Anreize immer nur kurzfristige Wirkung. 

Wie wichtig ist Lob?

Sehr wichtig, aber es muss persönlich sein. Erwischen Sie Ihre Mitarbeiter bei einer guten Arbeitsleistung, loben Sie sofort und individuell. Mit übertriebenem Lob vor dem ganzen Team sollten Sie vorsichtig sein. Das demotiviert alle anderen und ist demjenigen, der gelobt wird, oft peinlich.

Teamlob ist zwar auch wichtig, aber ein "Das habt ihr alle super gemacht" wird meistens nicht richtig ernst genommen. Es kann aber für eine gute Stimmung sorgen. Wenn man es zu oft anwendet, verpufft die motivierende Wirkung völlig

Zuerst veröffentlicht auf zeit.de

Dieser Artikel ist erschienen am 02.02.2012

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