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Motivation

"Auch als Chef muss man Mensch sein"

Interview: Tina Groll, zeit.de
Viele Führungsetagen "sind von Dilettantismus geprägt", sagt der Motivationstrainer Rolf Schmiel im Interview. Statt ihren Mitarbeitern Visionen und Perspektiven zu vermitteln, hinterließen die Chefs oft nur Orientierungslosigkeit.

Foto: olly/Fotolia

Herr Schmiel, wie motiviert sich ein Motivationstrainer?

Der Fußballer Erik Meijer hat mal gesagt: "Nichts ist scheißer als Platz 2." In diesem Satz steckt viel Wahrheit. Ich versuche auch dann viel zu geben, wenn es anstrengend oder schwierig wird. Ich habe die meiste Zeit Spaß an meinem Job. Das ist das allerwichtigste. Das gilt im allgemeinen für Führungskräfte: Der Typ, der vorne steht, muss Lust auf die Sache haben.

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Wenn es so banal ist, wieso sind dann so viele Beschäftigte in Deutschland demotiviert?

Weil in vielen Führungsetagen Dilettantismus herrscht und die Entscheider selbst nicht an das glauben, was sie sagen. Um zu motivieren, braucht es ein Ziel, eine Vision – und Emotionen. Aber viele Entscheider haben verlernt, Emotionen zu zeigen und Mensch zu sein. Sie kommunizieren die Unternehmensziele nicht. Kein Wunder, dass die Mitarbeiter orientierungslos sind.

Wie gelingt die Mitarbeitermotivation?

Es gilt der Satz des Augustinus: In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst. Als Entscheider wollen Sie die Arbeitsleistung Ihrer Mitarbeiter steuern und steigern, Ihre Leute sollen sich mit dem Unternehmen und seinen Produkten identifizieren. Sie sollen das Gefühl haben, dass das ihr Laden ist. Davon müssen Sie als Führungskraft aber auch überzeugt sein!

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