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Berufskleidung

Arztkittel machen schlauer

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Kleider machen Leute. Das gilt auch für die Berufskleidung von Medizinern, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Foto: Minerva-Studio/Fotolia.com

Kittelträger von sich selbst beeindruckt

Die Redensart von den "Göttern in Weiß" hat offenbar einen realen Hintergrund. Ein Arzt im weißen Kittel wirkt nicht nur auf andere Menschen kompetent. Auch den Kittelträger selbst beeinflusst sein Äußeres offenbar positiv, zeigt eine Studie, über die die "Apotheken-Umschau" berichtet.
 
Psychologen an der Northwestern University in Evanston im US-Bundesstaat Illinois ließen im Rahmen der Studie Testpersonen Aufgaben lösen, die Konzentration und Reaktionsvermögen erforderten. Eine Gruppe wurde in einen Arztkittel gesteckt, die andere trug Alltagskleidung.

Ergebnis: Die Teilnehmer im weißen Mantel machten wesentlich weniger Fehler. In weiteren Experimenten trugen alle Probanden einen Laborkittel, der einen Hälfte als Arztkittel und der zweiten Gruppe als Anstreicherkittel vorgestellt wurde.

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"Angezogene Wahrnehmung"

Die Aufmerksamkeit der ersten Gruppe beim Lösen von Aufgaben war deutlich größer als die der zweiten. Die Forscher um Hajo Adam und Adam Galinsky sprechen bei diesem Phänomen verallgemeinernd von "enclothed cognition" ("angezogener Wahrnehmung").

Sie meinen damit die gleichzeitige Wirkung von zwei Faktoren: nämlich der symbolischen Bedeutung eines Kleidungsstückes und der körperlichen Erfahrung, es zu tragen. Frühere psychologische Studien haben unter anderem bereits gezeigt, dass Lehrkräfte in formaler Kleidung für intelligenter, aber weniger interessant gehalten werden als solche in weniger formaler Kleidung.


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