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Downshifting

Antrag auf weniger Arbeit

Jochen Mai / wiwo.de
Um im Beruf kürzer zu treten, reicht es oftmals, seine Arbeitsstunden zu reduzieren. Grundsätzlich ist das für fast jeden möglich, ohne Formalitäten geht es jedoch nicht. Die arbeitsrechtliche Seite des Downshifting.
Downshifting ist für fast jeden möglich - allerdings nicht umkehrbarFoto: © Helder Almeida - Fotolia.com
Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch darauf, seine Arbeitszeit zu verringern (§ 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz) – vorausgesetzt, derjenige ist mindestens sechs Monate beschäftigt und das Unternehmen hat mehr als 15 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind davon jedoch ausgenommen. Der Antrag auf Verringerung muss mindestens drei Monate vor Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses schriftlich eingereicht werden.„Darin muss dann stehen, ab wann man wie viele Stunden weniger arbeiten möchte“, sagt Peter Groll, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Frankfurt. Das Gehalt wird dann anteilig um die verminderte Stundenzahl reduziert.

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Der geplante Rückschritt gelingt aber nur mit der Zustimmung des Chefs. Sprechen aus dessen Sicht einfache betriebliche Gründe – und sei es nur, dass dies nicht in das Unternehmenskonzept passt – dagegen, kann er den Antrag ablehnen. Dies muss jedoch schriftlich und einen Monat vor der Verringerung erfolgen.Das Downshifting selbst sollte aber gut überlegt sein. Wer einmal seine Arbeitszeit reduziert hat, kommt nur schwer wieder in den Vollzeitjob zurück. Denn dazu muss erst wieder eine geeignete Stelle frei sein.(Artikel zuerst erschienen auf WirtschaftsWoche Online wiwo.de)
Dieser Artikel ist erschienen am 28.12.2010

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