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Karrierechancen für Vertriebler

Aktive "Architekten" des Unternehmensimages

Interview: Anne Koschik
Die Bedeutung des Vertriebs in Zeiten der sich rasant wandelnden Kommunikations- und Informationstechnologien wächst und verändert sich. Gerade jetzt werden Experten überall gesucht. Immer mehr achten Unternehmen auf internationale Ausrichtung sowie Kompetenzen in Markt- und Kundenanalyse, verrät Ulricht Brecht, Dekan der Fakultät Management und Vertrieb an der Hochschule Heilbronn.


Quelle: Karriere.de greift auf eine einzigartige Datenbasis zu, die den deutschen Markt für Stellenanzeigen in den 25 bedeutendsten Jobportalen, den wichtigsten 17 Zeitungen sowie 2600 Karriereportalen der Unternehmen abbildet. Jederzeit können alle Informationen für die Berufsfelder aktuell abgerufen und analysiert werden. 

Kontinuierlich wächst die Nachfrage nach Vertriebsexperten, das Interesse der Bewerber sinkt. Wie erklären Sie diesen Trend? Fehlt es an Spezialisierungen, etwa an der passenden Kombination von Fachwissen und Verkaufstalent?

Ulrich Brecht: Die Frage ist sehr komplex. Durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck auch im Zuge der Globalisierung wächst die Zahl der Mitbewerber. Die Kunden sowohl im B2B als auch im B2C-Bereich können sich mit Hilfe der Kommunikations- und Informationstechnologien schnell einen Marktüberblick verschaffen. Der Vertrieb ist die Schnittstelle zum Markt und zum Kunden. Aus Unternehmenssicht wächst dadurch immer mehr die Bedeutung des Vertriebs.
Ulrich Brecht, Gründungsdekan der Fakultät Management und Vertrieb der Hochschule Heilbronn, Campus Schwäbisch HallFoto: Hochschule Heilbronn
Auf der anderen Seite muss man feststellen, dass eine Arbeit im Vertrieb oft nicht die Wertschätzung erhält, die ihm zukommt. Vertrieb wird oft missverstanden als reiner Verkauf oder Akquisition. Vertrieb umfasst mehr. Die Arbeit im Vertrieb ist spannend und man hat unmittelbar Kontakt zum Kunden. Man baut aktiv das Image eines Unternehmens auf. Der Vertrieb ist die Visitenkarte des Unternehmens. Eine Vertriebler muss daher Lust am Kontakt mit Menschen haben. Wenn dazu noch Fachwissen kommt und eine soziale Kompetenz dann gewinnen Unternehmen, Mitarbeiter und Kunde.

Empfehlen Sie Vertrieblern jetzt einen Jobwechsel, um auch finanziell besser dazustehen?

Im Vertrieb finden Sie oft Prämien- und weitere Anreizsysteme. Jeder Vertriebler kann seinen Verdienst teilweise selber steuern. Einen Jobwechsel sollte man nicht nur unter finanziellen Aspekten sehen. Je länger ein Vertriebler bei einem Unternehmen ist, desto mehr Kontakte hat er und desto höher ist sein Ansehen bei den Kunden. Ein Vertriebler sollte immer seinen Marktwert kennen.

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