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Die Aufwärtsentwicklung betrifft alle Berufsbereiche für Ingenieure & Techniker
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Wachsende Ansprüche in Technik-Jobs

Stellenangebote für Wirtschaftsingenieure verdoppeln sich

JU | karriere.de
Mit der Digitalisierung wachsen auch die Anforderungen an den Ingenieursberuf, das ist besonders in der Elektrotechnik und im Maschinenbau spürbar. Gleichzeitig steigt hier die Zahl der Stellenangebote an. Zudem ist die Auftragslage der deutschen Unternehmen so gut wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das sorgt für zusätzlichen Bedarf gerade auch im Ingenieursbereich. Durch den Aufschwung sind in einzelnen Berufssegmenten zuvor nie gemessene Rekord-Angebote festzustellen.
Ingenieure und Techniker sind die Gestalter der Zukunft, sie sorgen mit ihren Einfällen für immer neue Produkte in unserer komplexen wie technisierten Welt. Auf dem Arbeitsmarkt sind diese Fachkräfte deshalb stark umworben, viele ausgeschriebene Stellen können aus Mangel an Bewerbern nicht besetzt werden. So ging die Nachfrage von wechselwilligen Experten in den Monaten Januar bis Dezember 2016 um überdurchschnittliche 16,19 Prozent (gesamter Arbeitsmarkt: – 1,03 Prozent) zurück, während das Job-Angebot um starke 23,50 Prozent (gesamter Arbeitsmarkt: + 30,36 Prozent) anstieg. In einzelnen der von karriere.de analysierten Berufssegmente fiel der Angebots-Schub sogar noch höher aus. So bieten sich Bewerbern die besten Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.
Grafik Ingenieure & Techniker          Es geht wieder aufwärts! Nach dem Rückgang im November stieg das Job-Angebot für Ingenieure & Techniker im Dezember erneut, die Bestwerte von Juli/August 2016 wurden nur knapp verfehlt.

Die Bewerbernachfrage verharrt seit Juli 2016 auf einem deutlich verminderten Niveau, so dass Experten beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job haben.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für Ingenieure & Techniker aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt
Aufwärtsentwicklung betrifft alle Berufsbereiche für Ingenieure & Techniker


Der gesamte Arbeitsmarkt war im Dezember in Bullenlaune, nie war die Zahl der ausgeschriebenen Stellen (5.775.668) höher, Unternehmen und Öffentlicher Dienst suchen händeringend nach Fachkräften, in vielen Berufsfeldern wurden neue Job-Angebots-Rekordstände gemessen. Am Markt für Ingenieure und Techniker ging es zwar nicht ganz so steil nach oben, doch in den Segmenten Elektrotechnik und Bauingenieure wurden neue Allzeit-Höchstwerte gemessen, für Wirtschaftsingenieure hat sich das Job-Angebot in 2016 sogar mehr das verdoppelt. Die Ergebnisse der karriere.de-Analyse im Einzelnen.


GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Wirtschaftsingenieure: + 108,51 Prozent
Sales Engineer, Verkaufsingenieur, Vertriebsingenieur

Elektrotechnik: + 51,52 Prozent
Energietechnik, Automatisierungstechnik, Nachrichtentechnik

Bauingenieure: + 51,25 Prozent
Versorgungstechnik, Straßenbau, Hochbau/Tiefbau, Städtebau

Maschinenbau: + 24,63 Prozent
Mechatronik, Anlagenbau, Kunststofftechnik, Fahrzeugtechnik

Verfahrenstechnik: + 10,82 Prozent
Lebensmitteltechnik, Chemieingenieur

Der Job-Markt für Wirtschaftsingenieure boomt. Wurden im Januar 2016 lediglich 1.093 vakante Stellen gezählt, stieg die Zahl der freien Arbeitsplätze im Dezember auf 2.279, der höchste Wert seit September 2014 (2.373). Der Bewerberrückgang um 4,63 Prozent sorgte außerdem dafür, dass das Job-Angebot erstmals seit August 2016 wieder über der Nachfrage liegt. Spezialisten bieten sich so beste Karriere-Aussichten, Berufseinsteiger haben ebenfalls gute Chancen.

Im Bereich Elektrotechnik setzte sich der Höhenflug fort. 31.925 Annoncen (Jan. 2016: 22.641) sorgten schon im November für ein Allzeit-Hoch, das im Dezember mit 34.305 ausgeschriebenen Stellen erneut getoppt wurde. So haben Experten trotz der um 20,31 Prozent gestiegenen Bewerberzahlen bei leichtem Angebots-Überschuss beste Aufstiegs-Möglichkeiten.

17.746 Stellenanzeigen wurden im Dezember (Jan. 2016: 11.733) im Segment Bauingenieure gezählt – eine neues historisches Hoch (zuvor Okt: 16.747). Zwar wuchs auch die Bewerbernachfrage um 21,51 Prozent, doch der außergewöhnliche Angebots-Überhang sorgt für optimale Chancen auf der Suche nach dem Traumjob, selbst Berufsanfänger können sich sehr gute Einstiegsmöglichkeiten ausrechnen.

Weiter aufwärts ging es für Maschinenbau-Profis. 14.431 offene Stellen (Jan. 2016: 11.579) reichten nicht, um das Jahreshoch von August (15.219) zu übertrumpfen, aber die um 13,41 ermäßigte Bewerbernachfrage lässt den Nachfrage-Überschuss immer kleiner werden. Für gut ausgebildete und berufserfahrene Bewerber bedeutet dies weiterhin gute Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

War das Segment Verfahrenstechnik im November noch der einzige Verlierer, legte das Angebot von 4.029 Stellen (Jan. 2016) auf 4.465 im Dezember (Nov.: 3.730) zu. Gleichzeitig verminderten sich die Bewerberzahlen um überproportionale 51,36 Prozent, die Nachfrage ist aber immer noch größer als das Angebot. Trotzdem können sich zumindest Fachkräfte wieder Chancen auf der Suche nach dem idealen Job ausrechnen.


VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Keine Verlierer!


Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Rund 36.000 Angebote im Berufsfeld Ingenieure & Technik wurden im Dezember 2016 täglich in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent Ingenieur & Technik
Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.
Dieser Artikel ist erschienen am 06.02.2017

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