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Sozial-Media-Experten werden gesucht wie nie
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Zerrissener Jobmarkt Medien

Social-Media-Experten gefragt wie nie

JU | karriere.de
Nach den Höchstwerten im Job-Angebot für Medien-Profis zum Jahreswechsel ist die Zahl der Stellenannoncen zurückgegangen. Fachkräften bieten sich auf ermäßigten Niveau aber nach wie vor beste Chancen auf der Suche nach dem Traumjob. Karriere.de hat fünf Berufssegmente näher analysiert.
Nach dem Angebots-Rekord im Dezember (73.582 vakante Stellen) ist die Zahl der ausgeschriebenen Stellen im Berufsfeld Medien im Januar auf 69.167 zu besetzende Posten gesunken – ein immer noch sehr starker Wert.

Für gut ausgebildete und berufserfahrende Fachkräfte auf Jobsuche ist dies eine sehr günstige Ausgangslage, zumal gegenüber Januar 2016 ein außergewöhnliches Wachstum von 46,97 Prozent (gesamter Arbeitsmarkt: + 16,04 Prozent) zu verzeichnen ist. Die Bewerbernachfragen stiegen seit Januar 2016 um 8,10 Prozent (gesamter Arbeitsmarkt: – 2,64 Prozent), im Rekord-Dezember betrug der Zuwachs allerdings noch 12,51 Prozent. So haben Experten weiterhin beste Chancen auf der Suche nach dem Traumjob.

Bemerkenswert ist jedoch eine regelrechte Zweiteilung des Job-Angebots: der Bereich neue Medien erzielt regelmäßig Höchststände, wechselwillige Kandidaten im Bereich der alten Medien – insbesondere im krisengeschüttelten Print-Bereich – müssen sich mit geringeren Zuwachsraten am Job-Markt zufrieden geben.
Grafik Medien          Nach dem Höchststand von 73.582 Annoncen im Dezember 2016 ermäßigte sich das Job-Angebot für Medien-Spezialisten im Januar auf immer noch sehr starke 69.167 Stellenausschreibungen.

Da die Bewerberzahlen seit dem Hoch im Oktober 2016 zurückgegangen sind, haben Fachkräfte aufgrund des extremen Angebots-Überhangs auch 2017 allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für Medien-Experten aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt
Für PR-&-Kommunikations-Spezialisten wird die Jobsuche schwieriger


Nach dem nicht enden wollenden Aufschwung im vergangenen Jahr, der im Dezember mit 5.775.668 ausgeschriebenen Arbeitsplätzen zu einem wahren Job-Feuerwerk führte, folgte im Januar die Korrektur. Die Zahl der Stellenannoncen ermäßigte sich um 10,98 Prozent auf weiterhin sehr starke 5.141.471 vakante Stellen.
 
Weniger deutlich war der Rückgang im Berufsfeld Medien (– 6,0 Prozent), die untersuchten Bereiche entwickelten sich aber sehr unterschiedlich. So wird etwa die Jobsuche für PR-&-Kommunikations-Profis durch die stark anziehenden Bewerberzahlen schwieriger.


GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Social Media: + 79,90 Prozent
SEA, Search Marketing, Search Engine, SEO

Marketing: + 78,84 Prozent
Brand Manager, Marketing-Manager, Customer Insights

PR & Kommunikation: + 61,15 Prozent
Public Relations, Pressesprecher, Pressearbeit

Redaktion: + 6,96 Prozent
Bildredakteur, Fachredakteur, Redakteur, Chefredakteur

Social-Media-Experten werden gesucht wie nie zuvor: Waren Anfang 2016 lediglich 1.005 offene Stellen gemeldet, erhöhte sich die Zahl der Annoncen im Januar 2017 auf 1.806 – ein neues Allzeit-Hoch nach den bisherigen Höchstwerten aus Oktober (1.730) und Dezember 2016 (1.745). Da im Berichtszeitraum die Bewerberzahlen um 2,40 Prozent gesunken sind und ein solider Angebots-Überschuss besteht, haben Fachkräfte beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job. Auch Berufsanfängern eröffnen sich gute Einstiegs-Möglichkeiten.

Marketing-Profis sind weiter stark gesucht, obwohl sich seit dem Rekord-Hoch im November (5.797; Jan. 2016: 3.157) das Job-Angebot leicht auf 5.646 vakante Arbeitsplätze verringerte. Die Bewerbernachfragen zogen mit einem Plus von 23,85 Prozent überdurchschnittlich an, aber der große Angebots-Überhang ermöglicht erneut sehr gute Karriere-Chancen.

Auf eine schwierige Jobsuche müssen sich wechselwillige Fachkräfte im Segment PR & Kommunikation einstellen. Die Zahl der Stellenanzeigen stieg von 1.480 (Jan. 2016) auf 2.385, gegenüber Dezember 2016 (3.018) betrug der Rückgang allerdings 20,97 Prozent. Da die Bewerbernachfragen im Berichtszeitraum um überproportionale 32,34 Prozent stiegen und seit Dezember das Job-Angebot wieder übertreffen, haben nur erfahrene Experten neue Chancen auf der Suche nach dem Traumjob.

Nur noch ein leichtes Wachstum kennzeichnet den Bereich Redaktion mit 4.902 (Jan. 2016: 4.583) angebotenen Stellen. Der enorem Angebots-Überschuss und um 10,37 Prozent ermäßigte Bewerberzahlen bieten wechselwilligen Redaktions-Profis allerdings weiterhin beste Job- und Aufstiegschancen.


VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Mediengestaltung: – 2,52 Prozent
Mediengestalter, Grafiker, Grafikdesigner, Art Director

Wieder in die Verlustzone rutschte das Segment Mediengestaltung mit nur noch 4.030 (Jan. 2016: 4.134; Dez. 2016: 4.768) zu besetzenden Positionen. Der außergewöhnliche Rückgang der Bewerbernachfragen um 23,15 Prozent und der daraus resultierende zunehmende Angebots-Überschuss verbessern dagegen die Chancen von Spezialisten auf der Suche nach dem idealen Job.


Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Rund 2.270 Angebote im Berufsfeld Medien wurden im Januar 2017 täglich in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent Medien
Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.

Dieser Artikel ist erschienen am 13.02.2017

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