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Stellenangebote steigen im Gesamtmarkt
Bild: HSB-Cartoon/Fotolia.com
Einzigartiger Job-Überblick

Rasante Zunahme an Stellenangeboten

JU | karriere.de
In allen Berufsfeldern entwickelt sich der Stellenmarkt im dritten Jahr hintereinander positiv. Allerdings ist der Aufschwung nicht einheitlich: So macht das Bauwesen das Rennen vor Jura und IT. In einigen Bereichen liegen die Bewerbernachfragen zum Teil erheblich über dem Angebot. Das erschwert die Suche nach dem idealen Job.
Der Arbeitsmarkt glänzt weiter mit starken Zahlen, seit 2013 sind die Jobangebote kontinuierlich gestiegen. Zuletzt von Mai 2015 bis Mai 2016 um rund 13,4 Prozent – Tendenz weiter steigend. Da gleichzeitig die Bewerbernachfragen stabil geblieben sind, eröffnet dies neue Chancen am Arbeitsmarkt.

Doch Achtung, in einigen Berufsfeldern sorgen die hohen Bewerbernachfragen für zunehmenden Konkurrenzdruck. Gut qualifizierte und berufserfahrende Bewerber haben allerdings auch in diesen Bereichen Job-Chancen.
Stellenangebote2016_Branchentrends          Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt hält an. Das von karriere.de im April 2012 gemessene Anzeigen-Hoch bleibt jedoch weiterhin unerreicht.

Gleichzeitig sind die Bewerbernachfragen relativ stabil geblieben. In ausgesuchten Berufsfeldern erhöht dies durchaus die Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.


So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für den gesamten Arbeitsmarkt aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt:
Besonders berufserfahrene Spezialisten profitieren vom boomenden Arbeitsmarkt


Deutschland bleibt ein Paradies für Arbeitssuchende, seit April 2012 wurden nicht mehr so viele Jobs angeboten wie in diesen Tagen. Häufig aber bleiben offene Stellen unbesetzt, da keine qualifizierten Bewerber zu finden sind. Es gibt allerdings auch einige wenige Ausnahmen, so leidet etwa der Banking-und-Finance-Bereich noch immer unter den Folgen der Bankenkrise, während im Bauwesen, im Handwerk und im Bereich IT der stark gestiegene Personalbedarf nicht gedeckt werden kann.

GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zum Mai 2015)

Bauwesen & Immobilien: + 35 Prozent
Bauingenieur, Immobilienkaufmann, Hochbau/Tiefbau, Straßenbau (Bewerber: + 3,44 Prozent)
» (Bau)Ingenieure können sich hier einen Job-Überblick verschaffen

Handwerk: + 28,88 Prozent

Mechatroniker, Elektriker, Maler, Betriebsschlosser (Bewerber: + 30,80 Prozent)

Jura: + 21,67 Prozent
Bau- und Kapitalmarktrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht (Bewerber: + 32,17 Prozent)
» Details zu allen Jobangeboten im Rechtswesen: Knallharter Konkurrenzkampf unter Juristen

IT & Telekommunikation: + 18,51 Prozent
Software-Entwickler, Fachinformatiker, IT-Sicherheitsmanager (Bewerber: + 4,96 Prozent)
» Jobs im Überblick: IT-Experten haben die Qual der Wahl

Bildung und Sozialberufe: + 18,5 Prozent
Trainer, Lehrer, Erzieher (Bewerber: + 12,72 Prozent)

Gesundheit: + 18,21 Prozent
Altenpfleger, Pflegedienstleiter, Arbeits- und Betriebsmediziner (Bewerber: + 27,26 Prozent)

Transport, Logistik & Warenwirtschaft: + 17,46 Prozent
Einkäufer, Disponent, Kraftfahrer (Bewerber: – 0,92 Prozent)

Ingenieure und Technik: + 16,69 Prozent
Nachrichtentechnik, Maschinenbau (Bewerber: + 3,2 Prozent)
» Überraschende Jobauswahl für Ingenieure und Techniker

Personalwesen: + 14,08 Prozent
Talentmanagement, Nachwuchsförderung, Teamleiter (Bewerber: – 15,21 Prozent)
» Gesamtüberblick über die Situation für Personaler

Medien: + 12,73 Prozent
Marketing-Manager, Redakteur, Fachredakteur, Bildredakteur (Bewerber: – 3,15 Prozent)
» Details zu den Jobangeboten im Medienbereich

Gastronomie & Tourismus: + 11,78 Prozent
Serviceleiter, Catering, Koch, Servicemitarbeiter (Bewerber: + 13,08 Prozent)

Office: + 11,6 Prozent
Bürokaufleute, Notariatsfachangestellter, Bilanzbuchhalter (Bewerber: – 3,48 Prozent)
» Top-Karrierechancen im Bereich Office

Vertrieb: + 11,24 Prozent
Sales Assistent, Head of Sales, Account Manager, Sales Manager (Bewerber: – 4,58 Prozent)
» Überblick über die Marktsituation im Bereich Vertrieb

Marketing: + 9,11 Prozent
Marketing Manager, Produktmanager, Marketing Assistent (Bewerber: – 9,32 Prozent)
» So viele Stellenangebote gibt es in Deutschland für Marketing-Fachleute

Consulting: + 6,88 Prozent
Berater, Consultant, Business Consultant, HR Consultant (Bewerber: + 2,08 Prozent)

Wissenschaft & Forschung: + 5,46 Prozent
Projektleiter, Doktorand, Naturwissenschaftler (Bewerber: + 8,76 Prozent)

Management & Leitung: + 4,89 Prozent
Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Business Analyst (Bewerber: + 2,17 Prozent)

Banking & Finance: + 0,23
Prozent Real Estate, Versicherungen, Buchhaltung (Bewerber: + 35,78 Prozent)
» Job-Ausverkauf im Finanzsektor: Wo jetzt noch was zu haben ist

VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zum Mai 2015)

Keines der von karriere.de untersuchten Berufsfelder hat im Berichtszeitraum einen Rückgang der Jobangebote hinnehmen müssen. Trotzdem ist die Stellensuche in einigen Berufsgruppen deutlich schwieriger geworden. Der Grund: die hohen Bewerberzahlen übertreffen die Jobangebote und heizen den Konkurrenzkampf an! Von dieser Entwicklung sind besonders die Berufsfelder Banking & Finance, Management & Leitung sowie Wissenschaft & Forschung betroffen.

Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Im Schnitt werden täglich über 167.000 Job-Angebote in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative:
Die karriere.de-JobAgenten

Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.

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Dieser Artikel ist erschienen am 27.06.2016

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