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Viele Jobs für Personaler
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HR-Jobangebote übersteigen Nachfrage

Personalentwickler sind die Gewinner

JU | karriere.de
Personal-Fachleute haben nach wie vor keinen leichten Stand: Das Jobangebot ist zwar größer geworden, erreicht aber noch nicht das Niveau von 2011.
Der Arbeitsmarkt für Personal-Spezialisten ist weiter auf Konsolidierungskurs. Erstmals seit Ende 2012 übersteigt die Zahl der ausgeschriebenen Stellen die Bewerbernachfragen.

Im März 2016 erhöhte sich das Angebot der freien Stellen zwar nur leicht, aber im Gegensatz dazu entwickelt sich die Zahl der Bewerber seit 2013 kontinuierlich nach unten und hat einen historischen Tiefststand erreicht.
 Personaler-Jobs         
Seit dem von karriere.de 2011 gemessenen Höchststand haben die Stellenangebote für Personal-Fachkräfte um rund 28 Prozent abgenommen. Die Zahl der Bewerber ist seit dem Höchststand 2013 um etwa 24 Prozent gefallen und liegt nun leicht unter den Jobangeboten.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für den HR-Bereich aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Blick auf den Gesamtmarkt:
Der Boom auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich auch auf Personal-Profis aus


Die Angebote der Unternehmen übersteigen in vielen Tätigkeitsfeldern die Nachfrage von qualifizierten Kräften. Hier sind die Chancen besonders groß, eine neue Herausforderung anzunehmen. Für die Personalbranche trifft dies ebenfalls zu, Fachkräfte in ausgesuchten Tätigkeitsfeldern werden dringend benötigt. Denn die gesamte Industrie, das Handwerk und vor allem der Automobilsektor haben einen Bedarf an gut ausgebildeten Personal-Fachkräften.

Die GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zum März 2015) 

 Personalentwicklung:    + 40,53 Prozent    Talentmanagement, Nachwuchsförderung
 Personalleitung:    + 21,75 Prozent    Direktor Human Resources, Teamleiter
 Personalmarketing:    +  9,19 Prozent    Headhunter, Recruiter
 Personalmanagement:    +  0,32 Prozent    Personalkaufmann, Personalsachbearbeiter

Im März 2016 haben die Stellenangebote in den Bereichen Personalentwicklung und -leitung besonders deutlich zugelegt. So stieg die Zahl der von Unternehmen angebotenen Stellen im Segment Personalentwicklung von 2143 auf 3011, allerdings ist in diesen Bereichen auch die Bewerbernachfrage groß.

Im Bereich Personalleitung erhöhten sich die Bewerbungen um rund 13,3 Prozent, doch mit 403 ausgeschriebenen Stellen im März 2016 liegt die Zahl der Angebote deutlich über der Nachfrage und markiert den höchsten Angebotsstand seit Juli 2013 (431 angebotene Stellen).

Die VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zum März 2015)

 Personalbeschaffung:  – 40,74 Prozent   Personalberater, Personaldisponent
 Assistenz Personalleitung:  – 16,47 Prozent  Personalassistent, Assistent der Personalleitung
 Personalcontrolling:  –  7,5 Prozent  Personalcontroller, Assistent Personalcontroller
 Personalreferent:  –  5,73 Prozent  Referent Personalentwicklung
 Lohn und Gehalt:  –  0,66 Prozent  Sachbearbeiter Lohn/Gehalt, Assistent Lohn/Gehalt

Der Bereich Personalbeschaffung ist im März 2016 der größte Verlierer, die Zahl der Stellenangebote sank von 162 im März 2015 auf nun 96 – und dies bei einem Bewerberzuwachs von rund 65 Prozent: Wer in diesem Bereich landen will, muss Langmut beweisen.

Schwere Zeiten erwarten Lohn- und Gehalts-Spezialisten, das Angebot verringerte sich zwar lediglich von 455 angebotenen Stellen auf 452, doch gleichzeitig stieg die Zahl der Bewerber um spektakuläre 157 Prozent. Dagegen verzeichnet das Segment Assistenz Personalleitung zwar einen Rückgang von 1585 auf 1324 Stellenangebote, dies aber bei rund 22 Prozent gefallener Nachfrage.

Auch die Personalcontroller (407 Stellenangebote) und Personalreferenten (9712 Stellenangebote) gehören zu den Verlierern – allerdings ging in beiden Fällen die Zahl der Bewerber deutlich höher zurück (Controlling: – 62 Prozent; Referenten: – 13 Prozent). Hier eröffnen sich qualifizierten Fachkräften wieder Chancen.

Professionelle Unterstützung für Jobsuchende nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Bis zu 550 neue Angebote für Personal-Professionals werden täglich in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche selbst schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative:
JobAgent für Personal-Profis


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Dieser Artikel ist erschienen am 20.05.2016

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