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Der starke Bewerber-Zuwachs beeinträchtigt die Job-Chancen.
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Job-Perspektiven für Marketing-Experten

Mit der Konkurrenz im Nacken

JU | karriere.de
Eine Konsolidierung auf höchstem Niveau prägte den Job-Markt für Marketing-Profis im Januar, Fachkräfte müssen sich auf einen stärkeren Wettbewerb auf der Suche nach dem idealen Job einstellen. Allerdings verlief die Entwicklung in den fünf von karriere.de analysierten Marketings-Segmenten äußerst unterschiedlich.
Nach drei Monaten anhaltender Job-Hausse im Berufsfeld Marketing, die im Dezember mit 196.071 Job-Angeboten in einem historischen Allzeit-Hoch gipfelte, folgte im Januar (188.091 Stellenausschreibungen) eine leichte Korrekturphase. Im Vergleich zu Januar 2016 hielt sich das Job-Angebot auf höchstem Niveau (+ 28,61 Prozent; gesamter Arbeitsmarkt: + 16,04 Prozent), die Bewerberzahlen zogen gegenüber dem Jahreshoch von Januar 2016 um 2,19 Prozent (gesamter Arbeitsmarkt: – 2,64 Prozent) an.

So haben Marketing-Experten auch 2017 beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job, der Konkurrenzdruck wird jedoch größer, da der Angebots-Überhang – besonders seit Dezember – deutlich rückläufig ist. Dies gilt aber nicht für alle von karriere.de untersuchten Marketing-Segmente, die einzelnen Bereiche entwickelten sich unterschiedlicher denn je.
Grafik Marketing          Nach dem Allzeit-Hoch im Dezember ermäßigte sich das Job-Angebot für Marketing-Experten im Januar um 4,07 Prozent, liegt jedoch weiterhin auf höchstem Niveau.

Die Bewerbernachfragen zogen seit Dezember um 8,64 Prozent an, die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage wird allerdings kleiner. Spezialisten bieten sich weiterhin beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job!

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für Marketing-Spezialisten aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt
Starker Bewerber-Zuwachs beeinträchtigt Job-Chancen in einzelnen Marketing-Bereichen


Die Korrekturphase ist da, dem Rekord-Job-Feuerwerk von Dezember (5.775.668 Stellenannoncen) folgte im Januar der längst fällige Konsolidierung. 5.141.471 ausgeschriebene Stellen sind im Vergleich zu Januar 2016 (4.430.699) immer noch ein imposanter Wert, Unternehmen suchen weiter händeringend nach gut ausgebildeten und berufserfahrenen Fachkräften. So auch im Berufsfeld Marketing, lediglich in den Segmenten PR & Kommunikation sowie Business Development sorgt der überdurchschnittliche Bewerberzuwachs für verminderte Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.


GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

PR & Kommunikation: + 20,16 Prozent
Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit

Marketingmanagement: + 14,12 Prozent
Marketing Manager, Marketing Assistent

Produktmanagement: + 11,61 Prozent
Produktmanager, Produktmarketing

Business Development: + 5,51 Prozent
Direktor Marketing, Head of Marketing

Wie im gesamten Berufsfeld Marketing verlief die Entwicklung im Bereich PR & Kommunikation positiv. Allerdings sind 3.976 Stellenausschreibungen (Jan. 2016: 3.309) deutlich weniger als im Dezember (4.553). Erschwerend kommt hinzu, dass die Bewerbernachfragen mit einem Zuwachs von 15,02 Prozent den höchsten Wert seit März 2015 erreichten und das Job-Angebot übertreffen. Dadurch erhöht sich der Konkurrenzdruck auf der Suche nach dem idealen Job, berufserfahrene Experten haben dennoch immer noch gute Aufstiegs-Chancen.

Einen Rückgang seit dem Allzeit-Hoch im Dezember (22.321 vakante Stellen) war im Segment Marketingmanagement zu beobachten. 21.002 Annoncen (Jan. 2016: 18.402) und lediglich geringfügig gestiegene Bewerbernachfragen (+ 2,21 Prozent) ermöglichen bei solidem Angebots-Überschuss berufserfahrenen Profis beste Chancen auf der Suche nach dem Traumjob. Aber Achtung, die Schere zwischen Bewerbernachfragen und Job-Angebot wird kleiner.

Freuen können sich wechselwillige Fachkräfte im Bereich Produktmanagement. 22.453 freie Arbeitsplätze (Jan. 2016: 20.117; Dez.: 23.735) und fallende Bewerberzahlen (– 10,92 Prozent) führten erstmals seit August 2016 wieder zu einem leichten Angebots-Überhang. Dies erhöht die Karriere-Chancen, der Konkurrenzdruck sinkt.

Nichts zu lachen haben dagegen Business-Development-Spezialisten. Die immer größere Kluft zwischen den steigenden Bewerberzahlen (+ 13,60 Prozent) und dem seit Dezember (11.036; Jan. 2017: 10.250, Jan. 2016: 9.715) ermäßigtem Job-Angebot verringern selbst für ausgewiesene Profis die Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.


VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Marktforschung: – 13,61 Prozent
Marktanalyse, Zielgruppenanalyse, Consumer Research

Wieder rückläufig war die Zahl der vakanten Positionen im Segment Marktforschung. Im Januar 2016 wurden nur noch 882 Stellen (Jan. 2016: 1.021; Dez.: 1.079) gezählt. Durch die verringerten Bewerbernachfragen (seit Jan. 2016: – 11,63 Prozent; seit Dez.: – 36,56 Prozent) und dem dadurch wieder vorhandenen knappen Angebots-Überschuss ergeben sich für berufserfahrene Marktforscher jedoch neue Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.


Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Rund 6.167 Angebote pro Tag wurden im Berufsfeld Marketing im Januar 2016 in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent Marketing
Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.
Dieser Artikel ist erschienen am 16.02.2017

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