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Jobaussichten im Bereich Medien
Foto: Robert Kneschke/Fotolia.com
Marktreport Medien 2016

Mediengestalter sind die großen Verlierer

JU | karriere.de
Die Medienbranche ist besser als ihr Ruf. Zwar leidet sie im klassischen Print-Bereich weiterhin an den Folgen der fortschreitenden Digitalisierung, doch in ausgesuchten Job-Segmenten haben sich die Chancen auf der Suche nach dem idealen Job deutlich erhöht.
Ebenso positiv wie der gesamte deutsche Arbeitsmarkt, der nach starkem Auftakt zur Jahresmitte hin eine kleine Sommerpause eingelegt hat, entwickelte sich das Berufsfeld Medien. Während am gesamten Markt von Januar bis Juni 2016 ein Stellenplus von 12,31 Prozent zu verzeichnen war, kletterten die Stellenangebote im Berufsfeld Medien sogar um 13,05 Prozent.

Doch nicht alle Segmente profitieren von dieser Entwicklung, besonders für Mediengestalter haben sich die Chancen auf der Suche nach dem idealen Job drastisch verschlechtert, während Redaktions-Experten über allerbeste Job-Aussichten verfügen.
 Trend-Grafik Medienjobs         
Die Stellenangebote für Redaktions- Profis befinden sich weiter im Aufwärtstrend, auch wenn sie zur Jahresmitte leicht abgefallen sind. Das von karriere.de gemessene Allzeit-Hoch von März 2011 wurde im Mai knapp verfehlt. Die Bewerbernachfragen sind seit Januar nur geringfügig gestiegen. So bietet die deutlich höheren Stellen-Angebote allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für Medien-Spezialisten aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Blick auf den Gesamtmarkt
Sonderentwicklungen in den Bereichen Social Media und PR & Kommunikation


Trotz des sich ankündigenden Sommerlochs war der Stellenmarkt in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 weiterhin auf Expansionskurs. In sehr vielen Bereichen mangelt es an qualifizierten und berufserfahrenen Experten – wie etwa im Bauwesen, in der Industrie, aber auch im Berufsfeld IT, im Handwerk und in der Pflege. Etwas uneinheitlich präsentiert sich im Berichtszeitraum das Berufsfeld Medien, das zwar in fast allen Bereichen zweistellige Zuwachsraten im Job-Angebot vorzuweisen hat, doch der starke Bewerberüberhang in einzelnen Segmenten verschärft den Wettbewerb auf der Suche nach dem idealen Job.

GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

PR & Kommunikation: + 27,01 Prozent
Pressesprecher, Public Relations, Pressearbeit

Social Media: + 20,03 Prozent
Search Engine, Search Marketing, SEO, SEA

Redaktion: + 17,50 Prozent
Bildredakteur, Chefredakteur, Redakteur, Fachredakteur

Marketing: + 10,05 Prozent
Brand Manager, Customer Insights, Marketing-Manager

Den höchsten Jobzuwachs verzeichnete das kleine Segment PR & Kommunikation. Nach 1.480 Stellen im Januar 2016 wurden im Juni 1.880 Stellen angeboten. Da gleichzeitig die Bewerbernachfragen um 10,94 Prozent zurückgingen, steigert dies die Job-Chancen für Experten. Dies jedoch auf relativ niedrigem Niveau, zumal die Nachfrage das Angebot immer noch deutlich übertrifft.

Im noch kleineren Segment Social Media ist nicht nur ein Anstieg der ausgeschriebenen Stellen von 1.005 (Jan. 2016) auf 1.212 (Juni 2016) feststellbar, sondern darüber hinaus verringerten sich die Bewerbernachfragen um überproportionale 35,57 Prozent. Da das Angebot größer als die Nachfrage ist, ergeben sich hier durchaus neue Job-Chancen.

Die allerbesten Stellenaussichten haben nach wie vor Redaktions-Experten. Das Job-Angebot im größten Segment legte von 4.583 (Jan. 2016) auf 5.387 (Juni 2016) zu, bei gleichzeitiger Zunahme der Nachfrage um lediglich 4,37 Prozent und großem Angebots-Überhang.

Einen nicht ganz so großen Angebots-Überschuss verzeichnen Marketing-Spezialisten. Der Anstieg der ausgeschriebenen Jobs von 3.157 (Jan. 2016) auf 3.475 (Juni 2016) bei einem Nachfrage-Rückgang um 13,63 Prozent bieten Bewerbern in diesem Bereich allerdings ebenfalls beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2015)

Mediengestaltung: ¬– 9,89 Prozent
Grafikdesigner, Art Director, Grafiker, Mediengestalter

Der große Verlierer ist das zweitgrößte Segment Mediengestaltung, das Job-Angebot sank von 4.134 (Jan. 2015) auf 3.723 (Juni 2016), gleichzeitig stiegen die Bewerbernachfragen um überdurchschnittliche 26,14 Prozent. Da die Nachfrage das Angebot stark übersteigt, ist die Jobsuche in diesem Bereich von steigendem Konkurrenzdruck gekennzeichnet.

Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Rund 53.000 Angebote für Medien-Profis wurden allein im Juni 2016 in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative:
JobAgent Medien


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Dieser Artikel ist erschienen am 27.07.2016

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