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Medien-Experten Job-Angebote
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Aller Unkenrufe zum Trotz

Jobangebote für Medien-Profis ziehen an

JU | karriere.de
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht neue Hiobsbotschaften über Stellenabbau, Redaktionsschließungen und -fusionen aus deutschen Verlagshäusern an die Öffentlichkeit dringen. Trotzdem sind Medien-Profis so gefragt wie nie. Die Karriere.de-Analyse zeigt die Chancen auf der Suche nach dem idealen Job in fünf Medien-Berufssegmenten.
Der Konsolidierungsprozess in der deutschen Medienlandschaft geht weiter, besonders im Verlagswesen hinkt man in der Digitalisierung hinterher, der Konkurrenzdruck nimmt zu, die Kosten müssen gesenkt werden. So verunsichern beinahe täglich Meldungen von Stellenabbau und Einsparungen die Redaktionen, "Medienkrise" und "Kahlschlag" sind längst geflügelte Worte.

Aber nicht alle Medienbereiche sind betroffen, vielmehr hat sich das Job-Angebot im Berufsfeld Medien längst von dem des gesamten Stellenmarktes abgekoppelt. Betrug der Zuwachs von Januar bis September im Gesamtmarkt 17,59 Prozent – dies sind 4,66 Prozent weniger als im Rekordmonat August –, erklomm das Job-Angebot für Medien-Experten im September mit einem Plus von 40,25 Prozent gegenüber Januar den höchsten je von karriere.de gemessenen Wert.
Jobtrends Medien          Medien-Profis sind gefragter denn je: Im September wurden so viele Stellen angeboten wie niemals zuvor von karriere.de gemessen. Da gleichzeitig die Nachfrage gegenüber Januar 2016 mit einem minimalen Rückgang um 0,38 Prozent nahezu konstant geblieben ist, haben berufserfahrene Fachkräfte die allerbesten Chancen auf der Suche nach dem idealen Job. Aber nicht in allen Segmenten ...

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für Medien-Experten aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt:
Job-Boom für Social-Media- und Marketing-Spezialisten

Deutschlands Arbeitsmarkt bleibt ein „Bewerbermarkt“, denn auch im Herbst übertrifft das Job-Angebot die Nachfrage. Wechselwillige Fachkräfte können sich ihre neuen Jobs quasi aussuchen, denn die Unternehmen können ihren Bedarf an qualifizierten und berufserfahrenen Arbeitskräften weiterhin nicht decken. Keine Ausnahme bildet dabei das Berufsfeld Medien, in allen untersuchten Bereichen übertrifft das Angebot die Nachfrage. Doch Achtung, für Mediengestalter und für Redaktions-Experten wird die Jobsuche schwieriger!

GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Social Media: + 70,74 Prozent
Search Engine, SEO, SEA, Search Marketing

Marketing: + 48,88 Prozent
Brand Manager, Customer Insights, Marketing-Manager

PR & Kommunikation: + 33,99 Prozent
Public Relations, Pressesprecher, Pressearbeit

Social-Media-Profis sind die großen Gewinner der Digitalisierung im Berufsfeld Medien. Waren im Januar lediglich 1.005 Stellen ausgeschrieben, erreichte das Job-Angebot mit 1.716 Stellen im September einen neuen Rekordwert. Da gleichzeitig die Nachfrage um überdurchschnittliche 35,41 Prozent zurückging und ein extremer Angebotsüberschuss besteht, haben Bewerber in diesem Segment die allerbesten Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

Im Bereich Marketing stiegen die Stellen-Annoncen von 3.157 (Jan.) auf 4.700 (Sept.), die Nachfrage verringerte sich um 17,88 Prozent. So bieten sich Experten bei riesigem Angebotsüberhang allerbeste Karrierechancen. Eine ähnliche Entwicklung ist im Segment PR & Kommunikation festzustellen. Dem großen Anstieg im Job-Angebot (Jan.: 1.480 Stellen; Sept.: 1.983 Stellen) steht ein Bewerber-Verlust von 27,03 Prozent gegenüber. Experten haben auch in diesem Bereich allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Mediengestaltung: – 3,45 Prozent
Mediengestalter, Grafiker, Grafikdesigner, Art Director

Redaktion: – 3,51 Prozent
Fachredakteur, Redakteur, Bildredakteur, Chefredakteur

Die Chancen von Mediengestaltern sind nach wie vor nur mittelmäßig. Dies liegt einerseits am Rückgang der ausgeschriebenen Stellen (Jan.: 4.134; Sept.: 3.991), anderseits an dem nur äußerst geringen Angebots-Überschuss. Da nützt es auch nicht viel, dass die Bewerberzahlen ebenfalls um 4,18 Prozent nachgelassen haben.

Schlusslicht im karriere.de-Ranking ist das Segment Redaktion. Nach 4.583 freien Stellen im Januar wurden im September nur noch 4.422 registriert. Seit dem Jahreshöchststand im Mai ist dies sogar ein Rückgang um 24,83 Prozent. Zwar ist das Bewerberaufkommen im Berichtszeitraum um 29,74 Prozent gesunken, doch dies ändert nichts an der Tatsache, dass die Suche nach dem idealen Job schwieriger wird. Auch wenn das Angebot die Nachfrage noch deutlich übertrifft.

Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Rund 66.000 Angebote im gesamten Berufsfeld Medien wurden im September 2016 in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent Medien
Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.
Dieser Artikel ist erschienen am 03.11.2016

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